Angst und warum sie viel mehr Alarmsystem und Freund als Feind ist.

Shownotes

Die meisten Menschen teilen Emotionen in zwei Schubladen: gute und schlechte. Angst landet fast immer rechts, bei den schlechten. Aber wer sagt eigentlich, dass ein Gefühl eine Bewertung braucht.

In dieser Folge nehmen sich Jenny und Roland eine einzige Emotion vor: die Angst. Sie sprechen darüber, warum Angst evolutionär eine der wichtigsten Emotionen überhaupt ist, ein eingebautes Alarmsystem, das die Sinne schärft und schützt. Und sie sprechen darüber, was passiert, wenn dieses System im Dauerbetrieb läuft.

Roland erzählt, wie präsent Angst in seinem Burnout war: Versagensangst, Verlustangst, die Angst vor dem Kontrollverlust, wenn die Rolle plötzlich nicht mehr trägt. Und die Angst vor der Angst, dieser Moment, in dem man zurück in Richtung Arbeit geht und denkt: hoffentlich kommt das nicht wieder. Jenny beschreibt eine andere Seite: warum Angst für sie selten das große Thema ist, wie stark sie zyklusabhängig sein kann, und vor welchem einen Moment er wirklich Angst hat.

Der rote Faden: Kein Gefühl gehört abgesprochen, nicht bei anderen und nicht bei dir selbst. Angst darf da sein. Sie will meistens nur etwas sagen.

Kein Ratgeber, keine Lösung in fünf Schritten. Ein ehrliches Gespräch zwischen zwei Menschen, die diesen Weg aus verschiedenen Blickwinkeln kennen.

Wenn ihr mögt, schreibt uns: Was ist eure größte Angst. Hat sich durch Erschöpfung oder Burnout etwas daran verändert. Bleibt anonym, wenn ihr wollt. reEASE, dein weg zurück in ein leichteres leben.

Hinweis: reEASE ist Begleitung, keine Behandlung. Wenn Angst dein Leben stark einschränkt, sprich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Psychotherapeutin.

Transkript anzeigen

00:00:00: So Roland, neue Folge neues Glück.

00:00:03: Wir haben uns ja heute ein ganz anderes Thema überlegt und zwar darfst gerne mal du sagen was haben wir uns überlegt?

00:00:15: Heute geht es um das Thema Emotionen weil wir uns immer festgestellt haben dass gerade im Burnout aber generell im Leben so eine wichtige Rolle spielen Im Bönner Kontext.

00:00:31: Manche Emotionen waren viel präsent, dafür andere weniger.

00:00:36: Richtig!

00:00:37: Und manche vielleicht gar nicht mehr vorhanden waren.

00:00:39: und da wollten wir heute mal drauf schauen wo wir da so an uns festgestellt haben hey das sind Emotsionen anders als vorher vielleicht oder waren sie derzeit anders?

00:00:49: Oder haben sich ja doch allgemein jetzt einfach dahingehend verändert?

00:00:52: Ja

00:00:53: genau.

00:00:54: Vielleicht sagen wir auch die Hauptemotionen die uns zu den Singel kommen sind Das ist die Wut, die Angst.

00:01:05: Traurigkeit?

00:01:06: Die Trauer ja!

00:01:08: Aber auch immer wieder mal die Freude.

00:01:12: Hoffnungslosigkeit?

00:01:14: Ja und ich weiß nicht es dir oder vielleicht auf unserem Zuhören schon mal aufgefallen dass Emotionen so oft positiv und negativ eingeteilt werden aber es ist nicht irgendwie so das jede Emotion einfach dazugehört.

00:01:29: Also ist jetzt Angst grundlegend etwas Schlechtes und nur Freude und Glück.

00:01:37: Ist das was Gutes?

00:01:39: Ja.

00:01:40: Vielleicht ist es auch damals sinnvoll hinzuschauen, weil ich denke nicht.

00:01:46: Ich glaube auch also das voll wichtige Punkt gab die Bewertung... Und der Gefühle ist voll das riesen Thema.

00:01:52: Ich glaube man kann es wirklich so, wenn wahrscheinlich die meisten Menschen fragen würden dann könnte man ganz klar sagen okay links positive Gefühlen rechts die negativen Gefühler und das irgendwie für ganz viele Menschen dann irgendwie so ein Teil.

00:02:02: weil wer sagt dann dass Emotionen generell eine Bewertung haben müssen?

00:02:05: Genau

00:02:06: ich glaub nämlich dass jede Emotion auch wichtig ist und wir haben ja heute gesagt wir nehmen uns heute mal die Emotion Angst raus.

00:02:16: Ja

00:02:16: und wenn wir jetzt nur einmal über die Emotion Angst reden Alleine evolutionsbedingt ist meiner Meinung nach Angst eine der wichtigsten Emotionen gewesen.

00:02:25: Man vermutlich wäre die Menschheit heute wahrscheinlich nicht mehr hier, wenn keiner Angst gehabt hätte.

00:02:30: was wär gewesen, wenn er in den anderen Teilen keine Angst vom Säbelzantiker gehabt hätte?

00:02:34: Also wir wären nicht mehr here.

00:02:36: also Angst ist eigentlich teilweise sogar eine überlebenswichtige Emotion.

00:02:41: meine meinung noch vielleicht heute nicht mehr ganz so stark wie früher aber auch vielleicht dieses unwohl sein dieses angst wenn ich nachts um zwei alleine ...durch eine düstere Gegend gehe, ist es ja an sich nicht schlecht.

00:02:55: Also alles in meinem Körper und in meinem ... ... emotionalen Dasein warnt mich eigentlich nur davor.

00:03:00: Das ist das eingebaute Alarmsystem.

00:03:03: Das sagt Vorsicht!

00:03:05: Und ich glaube auch nur wenn du Angst hast sind deine Sinne so scharf wie sonst nie.

00:03:09: Ja genau für mich hat die Grundfrage warum ist eine Emotion da?

00:03:16: Und Angst würde ich auf alle Fests sagen ein großes Thema auf alle Fälle dieses Schutzbedürfnis aus der Körper.

00:03:24: So reagiert okay, hey ich habe jetzt gerade Angst weil eigentlich will ich mich selber gerade schützen und wie du gerade schon meintest da sind die Sinne viel viel schärfer man hört besser man sieht besser man ist vielleicht irgendwie auch noch mal feinfliege für Stimmungen.

00:03:39: Intuitiver?

00:03:39: Intuitiva

00:03:40: für Stimmung für irgendwelche Sachen die gerade an meinen herum passieren.

00:03:47: Schon auch spannend, dass der Körper so Mechanismen hat quasi die einem helfen eigentlich im Alltag klarzukommen.

00:03:54: Ich glaube dann gerade die Ausbildung wie stark diese Emotionen sind das ist dann was zu Problem werden kann weil ich glaub zu viel Ängste Schränken ja unglaublich ein Zuviel ängste können Ja im Grunde dich wahrscheinlich zum nicht mehr rausgehen lassen wenn du wirklich alle

00:04:13: Angst

00:04:14: Störungen, dieses...

00:04:16: Das ist natürlich etwas das es dann wieder einfach im Extrem.

00:04:21: Das natürlich nie besonders förderlich ist egal in welches Extrem wir gehen.

00:04:26: Aber zu grundlegend sehe ich Angst nicht als eine negative Emotion.

00:04:30: Ich sehe per se gar nichts aus negative Emotionen weil ich wie vorhin schon gesagt habe glaube dass jede Emotion für uns wichtig ist und ich glaube das habe ich auch in einer anderen Folge schon mal gesagt bin jetzt nicht sicher aber das ist etwas was sich allgemein sehr oft sage Ich bin der Meinung, jedes Gefühl und jede Emotion die du nicht fühlst oder nicht fühlen willst und die du dauerhaft wegdrückst.

00:04:50: Die schlägt sich in deinem Körper wieder und du wirst irgendwann physische Probleme dazu haben!

00:04:56: Bin ich ganz ganz ganz fest davon überzeugt?

00:04:58: Also ich habe dann natürlich keine Studie im Beweise oder sonst was dafür aber ich bin da ganz ganz fester von überzeugt dass Emotionen gefühlt gehören Und darum gibt es für mich jetzt auch keine negative positive Einteilung.

00:05:08: Natürlich...ich hab' auch lieber Freude und lache lieber als wie wir nicht traurig sind.

00:05:12: Das brauchen wir nicht darüber reden, aber per se glaube ich das alles zum Leben dazugehört.

00:05:17: Und nur wenn man eben gewisse Traurigkeit mal empfunden hat kann man dann auch die Freude umso mehr empfinden.

00:05:23: So ist mein Gedanke dazu.

00:05:26: Ja auf jeden Fall!

00:05:27: Ich glaub auch... Man sagt ja auch die Psychosomatik da es einfach eine Verbindung ist zu dem psychischen und dem physischen habe ich jetzt richtig gesagt genau.

00:05:36: Und da wird es gerade, was du das gesagt hast dachte mir auch so ja voll also gerade dieses im Körper speichern.

00:05:42: ich glaube wirklich Ich frage mich dann auch oft warum weinen wir?

00:05:46: Und ich glaube dass auch ganz viel loslassen von Emotionen.

00:05:49: ehrlicherweise Das ist für mich das sinnwillige übergehen.

00:05:52: quasi das ist für Mich so ein Mechanismus vom Körper.

00:05:54: okay ich kann das jetzt gerade nicht mehr händeln.

00:05:57: zu viel positive Energien, positive Emotionen.

00:06:00: Dann habe ich Freunden trennt und so viele negative Emotions.

00:06:03: Okay, boah!

00:06:04: Ich muss jetzt irgendwie loswerden?

00:06:05: Ah, ich

00:06:05: hab ganz viel Wut drin.

00:06:08: Ich bin die Wutweinerin.

00:06:09: Das

00:06:10: ist nicht so häufig.

00:06:11: Also seit meinem Burnout tatsächlich... Und da können wir vielleicht ganz kurz gleich abrutschen, kann ich viel mehr weinen.

00:06:17: Ich hab früher überhaupt ganz selten weinen, war freud überhaupt nicht.

00:06:21: nie vor Freude geweint.

00:06:22: Ich habe auch selten Vertraulichkeit geweint, ich hab meistens nur bei Wut geweint.

00:06:27: also wenn ich nicht mehr wusste wohin mit meinen Emotionen.

00:06:30: und jetzt mittlerweile kann ich bei Traurigkeit weinen und ich war eines viel viel öfter.

00:06:36: aber mir tut es gut weil danach geht's mich viel besser weil eben die Emotion einmal fließen durfte und ich glaube das ist da aus der richtige Ausdruck im Mittentränen dürfte sie einfach fließen ist auch wieder gut.

00:06:49: Dann habe ich das viel besser verarbeitet als früher.

00:06:52: Ja, da habe ich einen Satz in meinem Kopf, den eine Therapeutin zu mir gesagt hat und zwar hören Sie doch mal drauf was die Trainer, die jetzt gerade kommt, ihnen eigentlich erzählen will wenn sie rauskommt!

00:07:04: Und das ist irgendwie so spannend weil über das macht man sich ja nicht so viele Gedanken.

00:07:09: Wenn wir dann mal genau reinspielen und sagen okay boah jetzt komme ich wie gerade ein Trainer und dann ist es vielleicht Boah ich lasse jetzt wirklich gerade etwas los oder in einer Situation echt schlimm empfunden habe oder ich fühle es gerade bei jemandem so mit und das trifft mich so sehr.

00:07:23: Und dann kommt das raus, dann hat die Träne eigentlich... Ich empfinde zwar gerade so viel Mitgefühl oder so viel Liebe und wenn man da genau hinhört ist irgendwie voll schön einerseits und wichtig weil ich glaube da merkt man auch okay was ist jetzt eigentlich gerade so abgeflossen dass du das gerade schon erwähnt hast?

00:07:40: Ja, doch.

00:07:40: Das wird voll hängen geblieben der Satz?

00:07:42: Ja das glaube ich und es ergibt ja auch Sinn.

00:07:44: Das ist wie bei mir das mit den Gefühlen die man nicht fühlt, die schlagen sich körperlich nicht.

00:07:47: also da bin ich auch hundertprozentig davon überzeugt und das ist auch bei mir immer im Kopf Und seitdem tue ich mich halt auch mit dem Wein leichter weil ich mir denke nein Ich darf das jetzt füllen und ich muss mich auch für keine Emotionen schämen.

00:07:59: Es ist vielleicht auch was noch was wichtiges Weil viele Schämen sich immer noch wenn sie Angst haben oder wenn sie hier traurig sind, und dann wird auch oft in die Traurigkeit abgesprochen.

00:08:09: Zum Beispiel ist das ein Tier gestorben?

00:08:12: Ja es ist ja nur ein Tier.

00:08:14: Aber ich habe dieses Tier geliebt!

00:08:16: Auch wenn ich möchte darf ich wegen einer Armeise weinen weil es meine Emotion ist Und keiner hat das Recht eine Emotion abzusprechen ob das jetzt Angst ist Weil zum Beispiel da kann ich gleich mal sagen Ich hab eine Schlangenfobie.

00:08:31: Wenn mir noch einer sagt eine Blinschleiche ist keine Schlange, dann kriege ich wieder Wut drinnen.

00:08:38: Weil... Ja!

00:08:39: Ich weiß das dass die keine Schlangen ist aber sie hat keine Füße.

00:08:42: also es ist mein Kopf ne Schlange und da habe ich unglaublich Angst.

00:08:47: Aber nicht weil ich Panik habe dass mich diese Schlange jetzt weissen könnte oder sonst irgendwas sondern einfach das sind irrationale Angst Die ich aber nicht beeinflussen kann.

00:08:55: Und wenn mir noch jemand dieser Angst abspricht dann drehe ich durch weil das ist meine Emotiones ist meine Angst.

00:09:03: Lass halt einfach.

00:09:04: Und das ist nur ein Beispiel, aber es ist ja bei ganz vielen Sachen so, dass einem Emotionen abgesprochen werden.

00:09:09: Ist ja nicht so schlimm oder da brauchst du doch keine Angst haben?

00:09:13: Ja!

00:09:13: Ich such mir das aber nicht aus.

00:09:16: Ja ich glaube gerade genau das, dass Menschen aufgrund der eigenen Emotion denken sie können dir jetzt was mitgeben oder gehen in den Ratschlag geben oder das Besenftigen oder das sind wir so hunderspielen.

00:09:30: und ich glaub und ich bin fest davon jetzt heute, das glaube ich habe ich auch schon mal gesagt.

00:09:34: Ich kann ja nie sicher sein dass meine Angst sich genauso anfühlt wie deine Angst.

00:09:38: Wir haben ja irgendwann mal gelernt was quasi der Begriff Angst bedeutet oder die Freude und Mut also und es fühlte sich auf jeden anders an.

00:09:46: Es fühlt sich für jeden anders ein und nur weil wir denken... sich mal örtereinbilden, dass quasi meine Emotionen sich genau so anfühlen von einer anderen Person, das kann ich ja nie mit Sicherheit sagen weil ich in deinem Körper drin bin.

00:09:59: Das ist

00:10:00: halt auch immer so... Ganz ganz viele sehen ihr da sein und ihre Emotionen, Ihr Wissen als absolute Wahrheit.

00:10:08: Und so ist es und so hat das halt jeder zu fühlen.

00:10:12: Aber so funktioniert's nicht.

00:10:13: Jeder hat andere Erfahrungen gemacht Jeder hat allgemein grundlegend andere

00:10:20: Grundausstattung

00:10:21: quasi bekommen und das kann man einfach nicht pauschalisieren.

00:10:24: Und darum ist eigentlich das Wichtigste, dass jede Emotion einfach berechtigt ist und man nicht das Recht hat irgendjemanden irgendeine Emotion abzusprechen.

00:10:34: Aber ich glaube, es schweift schon wieder viel zu viel von dem Thema ab, weil wir wollten heute ja um das Thema Angst wirklich auch sprechen.

00:10:42: Vielleicht fangen wir da gleich mit dir an, denn wir haben ja gesagt, wir schauen uns diese Emotionen mal im Zusammenhang mit dem Burnout an.

00:10:49: aber auch unabhängig davon würdest du sagen... Deine Emotion Angst hat sich, erstens war die im Burnout präsent.

00:11:00: und wie hat sich diese Emotionen oder deine Ängste an sich entwickelt seit des Burnouts jetzt wieder Abflacht?

00:11:07: Also seit du etwas dagegen getan hast.

00:11:11: Es ist echt eine einfache Frage.

00:11:13: Grundes liegt glaube ich dass ich zum Glück nicht so sehr das das Thema Angst habe.

00:11:19: Also ich bin jetzt jemand, der schon einfach Sachen macht, der einfach ausprobiert, der irgendwie Risiken eingeht grundsätzlich.

00:11:26: Es kommt aber sehr viel Kontext drauf an.

00:11:28: also ich glaube... Ich traue mir selber sehr sehr viel zu und hab so einen Urvertrauen im Leben und dem auch ist Angst nicht so mega präsent.

00:11:35: Aber wenn ich jetzt dann darüber nachdenke wie es im Arbeitskontext war da war das Thema Versorgungsangst bei mir ganz groß.

00:11:43: Also dass sich natürlich für mich so dachte okay Da waren wir auch schon mal, dass ich halt viel leisten wollte unbedingt und auch geleistet habe.

00:11:52: Und dann merkst du irgendwann es entgleitet dir gerade so was?

00:11:54: Ich kann diese ganzen To-do's nicht mehr halten!

00:11:57: Ich bin überfordert, ich bin jetzt irgendwie grad... Auch ist mir gerade alles zuviel!

00:12:01: Ich kann vielleicht auch bei manchen Sachen nicht mehr mitgehen.

00:12:05: also wenn meine Kollegen irgendwie Aufgaben gehen, dann checken sie irgendwann nicht mehr und dann merke ich so Oh wow, also es gleitet mir so aus den Händen und ich glaube diese Verlustangst einerseits auch.

00:12:16: Ich glaube Verluste angst und Versorgungsangst sind zu die beiden.

00:12:20: Verlusterangst ein bisschen von gefühlten Know-how das ich hatte oder von der Rolle die ich dann auch hatte weil ich vielleicht in dem Projekt unglaublich gut performt habe und alle sagen Boah da macht das voll gut und den Vertrauen wieder voll und plötzlich kannst du das in dem Moment vom Börner einfach nicht mehr.

00:12:37: so Drückle quasi dein Gesicht.

00:12:40: Also deine...

00:12:40: Den Maske fällt?

00:12:42: Ja, die Rolle fällt dann irgendwie auseinander und da merkst du ihn dann so wow okay!

00:12:46: Und das ist ja total ungewohnt und total komisch erstmal.

00:12:48: Und ich glaube es ist so das eine, also diese Verlustangst von gewissen Hörer auf der man sich auch sicher gefühlt hat.

00:12:56: Ja, irgendwie die Kontrolle auch.

00:12:57: Genau und dann eben Verluste angst Genau.

00:13:02: Und da geht es für mich dann viel um Kontrolle, also Kontrolle dass ich irgendwie alles hinbekomme und irgendwie mein Alter auch gewuppt bekommen das sich so funktioniert wie ich vorher funktioniert habe und ja dann schon aber auch dieses Ding.

00:13:15: okay was ist denn als nächstes?

00:13:18: Also meine Angst kommt ja oft aus Ungewissheit und dann war schon auch eine Phase von ok jetzt bin ich krank jetzt muss ich mich auf alle Fälle rausnehmen.

00:13:27: bis dahin war schon mal ein mega langer Schritt Aber dann so, okay was ist dann?

00:13:34: Also erst mal nehme ich mich raus.

00:13:36: Ich habe mir dann Hilfe gesucht und dann ist da trotzdem immer wieder die Frage offen geblieben als es mehr Stück für Stück besser ging.

00:13:45: Okay!

00:13:46: Was ist denn danach?

00:13:47: Also rutscht er nach dann wieder in der Selberreihe und die Angst quasi auch wieder wie ein Flashback.

00:13:52: Die Angst vor der Angst eigentlich?

00:13:53: Genau,

00:13:53: die Angst vor den Angst zu.

00:13:55: Okay, ich hatte Riesenverlustangst das war schon nochmal spannend.

00:13:57: also weil ich dachte ja... bis zu dem Zeitpunkt, dass ich dann raus war dachte ich dann irgendwie okay jetzt habe ich die so hinter mir gelassen weil ich war dann erstmal drei Monate raus und krank.

00:14:10: Und dann habe ich gesagt als wieder in Richtung Arbeit ging habe ich dann gemerkt oh ok here we are again friends.

00:14:19: schön, dass ihr wieder da seid.

00:14:20: jetzt schauen wir uns das nochmal gemeinsam an und das fand ich echt auch spannend und ich muss aber auch sagen sehr, sehr offen kommuniziert.

00:14:31: Dass ich da Angst davor habe dass es eben wieder kommt.

00:14:34: und ja also ich glaube um die Frau zu beantworten im Börn hat das auf alle Fälle sehr präsent und vor dem Börnerd auf alle fälle sehr schleichend immer immer stärker geworden.

00:14:47: Und jetzt?

00:14:49: Ich glaube schon damit umgehen gelernt durch das für mich dann auch so Grenzen ziehen und abwiegen okay Was ist denn für mich jetzt gar gut und was nicht?

00:15:02: Ich habe eine Klarheit bekommen.

00:15:03: Und ich glaube die Klarheit hilft mir dann auch so ein Stück weit, die Angst.

00:15:06: irgendwie kann ich das da sein zu lassen weil ich sage okay hey nee ich muss es gar nicht tun also ich muss ja nichts aufrechterhalten ich muss nicht irgendwie wieder dem und dem genauso voll geleistet wie der vor und dadurch glaube ich dass die Angst einfach generell weniger dar war.

00:15:23: klar gibt's Momente wo ich dann schon merkbar ok Das ist ja auch viel erlerntes in einem ...meeting oder in einem Projekt, wo du weit mal warst und dann hast du mit der Bordewahn die...die verschiedenen Parteien voll schwieg zu händeln.

00:15:34: Und dann kommt die Situation irgendwie eineinhalb Jahre später.

00:15:36: Du weißt okay das war damals echt ne krasse Situation!

00:15:40: Und dann da nicht wieder hinzugehen und sagen ok das war...darmals?

00:15:45: Oder da nicht reinzufahren in die Angst und zu markieren ok das was damals so muss aber heute...nicht genauso wieder sein.

00:15:52: Und der ist zu unterscheiden.

00:15:53: ich glaube das war dann viel krass Oder ist dann schon immer wieder eine Herausforderung, so muss ich schon sagen.

00:16:00: Ja dass ich Angst auch an das sehen kann weil ich Angst mehr als Schutz sehen kann tatsächlich Weil da ist mein Körper schon sehr feinfühlig gerade Immer noch und ich glaube es wird auch immer so bleiben Dass ich einfach merke.

00:16:11: okay Wenn Angst aufkommt dann ist es für mich auch so ah ok Da muss ich auf alle Fülle darauf reagieren.

00:16:18: Das ist ein Mechanismus der mir hilft eigentlich.

00:16:21: Und ich glaub wenn man Und das versuche ich immer wieder, wenn man auf Emotionen dann eben so spielten kann.

00:16:27: Hey!

00:16:28: Was will mein Körper eigentlich

00:16:29: gerade sagen?

00:16:29: Genau für was bist du da?

00:16:31: Das habe ich vorhin erwähnt und das versuch ich immer mehr.

00:16:33: und klar es klappt auch nicht immer.

00:16:35: aber gleichzeitig... Wenn man dann immer mehr in Spüren kommt, dann fände ich das schon leichter zu merken.

00:16:41: Ah, dich kenne ich ja schon mal.

00:16:43: Du warst schon natürlich am Steuer gesessen von der Weile, du Angst Heute nicht, jetzt sind wir wieder hinter den anderen und ich sitze am Steuer quasi auf meinen Emotionen-Stand.

00:16:51: So stell ich es mir oft an vor in so einem Bus.

00:16:55: Eine ganzen Emotionen die mitfahren und die wechseln ja unglaublich häufig.

00:17:00: Wie ist denn bei dir?

00:17:03: Also ich würde sagen bei mir ist Angst nicht so das große Thema.

00:17:08: Ich bin per se kein großartig ängstlicher Mensch.

00:17:12: Bei mir waren es eher andere Emotion während meinem Burnout vor allem auch am Steuersaas und wie du das so schön sagtest.

00:17:21: Ich glaube aber bei mir ist es so ein Thema, ich bin seit einigen Jahren so ein bisschen spirituell auch einfach angehaucht und so da ist mein Leitsatz irgendwie... Es kommt im Leben nichts was sich nicht bewältigen kann!

00:17:37: Und was ich mir halt immer wieder sage des Lebens ist per se immer für mich Sachen, die mir Angst machen.

00:17:48: Also was macht mir denn Angst?

00:17:50: Gut schlangen das wissen wir jetzt schon.

00:17:52: aber ich will da auch keine Konfrontationstherapie Ich würde es einfach genauso lassen.

00:17:56: Aber was mache mir sonst Angst?

00:17:57: alles was außerhalb meiner Komfortzone liegt.

00:18:00: Aber ich bin ein Mensch ich will immer weiter und ich will auch über diese Komfortzone raus Und ich mach das in kleinen Nuancen.

00:18:08: und da ist in meinen Leitsatzes Leben ist immer für mich etwas was sich nicht bewältigen könnte Würde nicht in mein Leben kommen.

00:18:14: Das ist einfach meine Philosophie, den muss keiner teilen.

00:18:18: Aber das ist meine Philosophies für mich und mit der fahre ich sehr gut.

00:18:21: Sprich...

00:18:22: Ich bin per se kein großartig ängstlicher Mensch und es hat sich auch durch das Burnout nicht verändert.

00:18:27: was aber ich ganz stark merke Und das werden wir ja auch irgendwann bei Re-Ease auch mal als Thema mit reinnehmen Es ist zyklosphasenabhängig.

00:18:36: Also ich bin kein ängsterer Mensch aus sich bin in der Lutealfase.

00:18:40: Und für alle, die das nicht wissen... Die Lutealphase ist die Phase bevor man seine Periode bekommt.

00:18:45: und in dieser Phase zweifle ich alles an, habe vor ganz viel Angst.

00:18:50: Für alle die es nicht wissen, ich mach mich ja gerade auch hauptberuflich selbstständig Das ist grad ein Riesenthema bei mir!

00:18:56: In dieser Phase hab' ich unglaublich Angst.

00:18:59: Wenn die Phase vorbei sind dann wieder Pfft was soll passieren?

00:19:01: Alles easy cheesy.

00:19:02: Ich schaffte schon Aber in dieser Fase zweifel ich alles An und habe vor allem Angst.

00:19:07: Ich Kenne das aber.

00:19:08: Ich kenne mittlerweile meinen Körper sehr gut, ich kenne diese Phasen und ich weiß in dieser Phase darf ich mir selbst nichts glauben.

00:19:16: Das ist so!

00:19:17: Und darum kann ich das schon sehr gut wie du vorher schon schön beschrieben hast die Emotionen dann wieder nach hinten sitzen und sagen Du, du übertreibst jetzt gerade wieder?

00:19:27: Ich habe es schon gesehen, ich nehme dich schon wahr Aber jetzt fahre ich weiter.

00:19:33: Deswegen ist jetzt Angst nicht das größte Thema bei mir was emotional daran kommt.

00:19:40: Also bei mir ist es natürlich auch eine andere Situation, wenn Burnout gewesen ist und du hast ja hauptsächlich diesen Beruf gehabt

00:19:45: usw.,

00:19:46: aber zwar war bei mir mit ein Thema, aber ich habe da jetzt nicht diese Versorgungsangst oder sowas gehabt weil es wird jetzt furchtbar arrogant klingen, aber Ich weiß was ich kann und das hab ich sogar währenddessen noch gekonnt und also das war für mich okay.

00:20:02: Aber zuhause, also ich habe jetzt nicht hier Angst gehabt.

00:20:06: nein Eigentlich war nichts.

00:20:09: Das Einzige, das Einzigen, wovor ich Angst hab ist dieser Moment den ich ja auch schon mal beschrieben hatte wo mir klar wurde dass etwas nicht stimmt und es war ja der moment wo ich am Boden lag und wo ich wirklich mein Körper nicht mehr kontrollieren konnte wo ich meine Gedanken nicht mehr kondolieren konnte und davon habe ich angst dass dieser moment nochmal kommen könnte und da werde ich alles dagegen tun dass sich nie wieder an diesem punkt gelange weil vor diesen moment hätte ich Angst.

00:20:37: Ja, sehr spannend.

00:20:39: Und ich glaube es gibt da unglaublich viele Ausprägungen, weil es gibt ja so viele verschiedene Ängste, also allein was du für Fachberiefe gibst, für Menschen die nicht in den kleinen Räumen Angst haben.

00:20:49: Also alles möglich hier und das ist schon...

00:20:52: Wie wir auch wissen, gibt's auch Menschen, die verknöpfen Angst haben?

00:20:55: Aber diese Emotionen möchten wir keinem absprechen!

00:20:59: Auch wenn man sie nicht verstehen kann,

00:21:01: gibt

00:21:02: es das offensichtlich.

00:21:03: Ja, und das Kind muss sich an mir selber dann schon mal feststellen... ...dass ich dann so ein kleines Lächeln oder so einen Schmuss auf den Limap... Ja natürlich!

00:21:10: Und eigentlich sollte ich es ja nicht tun weil das kann die anderen Personen auch verletzen.

00:21:14: Aber das Kind ist erst einmal komisch, deswegen okay was tun wir zu knüpfen?

00:21:18: Ja aber was tut er in den Blindschleichen?

00:21:21: Wenig.

00:21:22: Genau.

00:21:22: Davon

00:21:23: schleichen.

00:21:24: Natürlich genau, davon schleichend.

00:21:27: Ne, genau und das ist halt eigentlich das Thema Angst.

00:21:30: Es hat einfach eine kräftige Emotion.

00:21:32: Ich glaube dass es dann auch des mit dem wir den Folge eigentlich zum Ende bringen können, wie ich es vorhin schon gesagt habe.

00:21:37: Keine Emotionen absprechen!

00:21:39: Jeder hat einfach andere Ängste oder hat weniger Ängsten und der Andere hat mehr Ängst.

00:21:43: Und deswegen ist der eine nicht besser unter anderem nicht schlechter.

00:21:46: Das ist einfach nur eine neutrale Emotion.

00:21:49: Und Emotonen gehören neutral betrachtet... ...und die gehören auf jeden Fall nicht abgesprochen, sie gehören gefühlt.

00:21:55: wenn das natürlich überhand nimmt dann kann man das auch wieder Wie will ich schon immer sagen, ärztlich abklären lassen, therapeutisch auch ansehen lassen.

00:22:03: Woher rührt die Angst?

00:22:04: Kann man da irgendwas dagegen tun wenn es einfach überdurchschnittlich viel ist.

00:22:08: Aber gewisse Ängste das sind und waren früher auch extrem überlebend notwendig.

00:22:16: Und vielleicht noch ein Gänzen dazu weil's kam ja gerade noch so als Gedanke Und ich das bei mir feststehe, dass sich das auch im Leben verändern kann.

00:22:23: Natürlich!

00:22:23: Also doch die verschiedenen Lebensphasen... Ich meine wenn man Kinder anschaut, die haben ganz andere Ängste weil sie dann eine andere Fallung gemacht haben als Erwachsene und dann in der des Erwachsenen-Leben fändert sich das ja auch nochmal.

00:22:32: also empfinden einfach was Höhe angeht vielleicht was irgendwie Schnelligkeit angeht was auch immer.

00:22:38: Man

00:22:38: wächst ja oft an seinen Aufgaben wie vorher sagte.

00:22:41: mich macht oft etwas Angst das außerhalb meiner Komfortzone liegt.

00:22:44: Die Komfortzone verschiebt sich aber wenn ich Sachen mache die da vor außerhalb gelingen sind diese Sachen nicht mehr.

00:22:50: Ja,

00:22:50: voll davon kommen wir in eine andere Angst und Ekel, weil du das noch nie gemacht hast.

00:22:54: Das heißt auch okay jetzt habe ich bei sich von dem Vollangst und es ist total spannend von dem her.

00:22:59: Ich glaube das Wichtigste ist gesagt.

00:23:01: ich glaube es ist unglaublich wichtig immer wieder hinzuspüren hinzuschauen.

00:23:05: Auch dass man einfach offen über Ängste reden darf.

00:23:07: keiner musste für seine ängste schämen ja und es sollte vielmehr normalisiert werden Und ihr könnt uns ja auch gerne mal schreiben, was sind eure Ängste?

00:23:17: Was sind eure größten Ängsten?

00:23:18: oder wenn ihr auch schon irgendwelche Sachen durchgemacht habt wie Burnout.

00:23:23: Oder andere Erkrankungen hat sich da etwas verändert.

00:23:26: Würde uns auf jeden Fall interessieren.

00:23:28: bleibt natürlich immer anonym und ich glaube im nächsten Podcast nehmen wir uns die nächste Emotion vor.

00:23:34: Ich weiß nicht, wir haben noch nicht darüber gesprochen welche wir uns dann das nächst vornehmen aber...

00:23:38: Ich glaube, das machen wir spontan.

00:23:39: Das machen wir spontaneous und ihr könnt drauf gespannt sein!

00:23:42: Vielen Dank!

00:23:43: Alles Gute!

00:23:44: Ciao!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.