Immer weiter, immer höher – bis der Körper Nein sagt. Rolands Burnout.
Shownotes
Das sind die Themen in dieser Folge, mit ungefähren Zeitmarken: 00:00 – Begrüßung und wichtiger Hinweis: Wir sind keine Therapeuten. Wenn du gerade in einer akuten Krise steckst oder depressive Gedanken hast, such dir bitte professionelle Hilfe. 02:08 – Rolands Geschichte beginnt: Wie er in seinen Zwanzigern den Grundstein gelegt hat – dual studieren, Master während Covid, Weiterbildungen, Reisen, immer weiter. 05:35 – Jennys Außenperspektive: Was sie schon lange beobachtet hat, und warum man es bei anderen leichter sieht als bei sich selbst. 07:19 – Eustress vs. Distress und Burn-on: Wenn guter Stress und schlechter Stress sich so lange vermischen, dass man den Unterschied nicht mehr spürt. 09:00 – Der Kipppunkt: Trennung nach acht Jahren, neue Wohnung, beruflicher Ausnahmezustand – und die Nacht, in der Jenny nach Regensburg gefahren ist. 12:50 – Körpersignale, die Roland ignoriert hat: Mandelentzündungen im Dauertakt, Magenprobleme, Kopfschmerzen, Augenzucken, nie erholt aufwachen. 14:12 – Der Moment, der nicht mehr weggeredet werden konnte: Zehnmal weinen im Arbeitskontext, Überforderung bei der einfachsten Frage. 17:21 – Erschöpfung und Emotionen bei Männern: Warum das im Business-Kontext besonders selten ausgesprochen wird. 18:42 – Rolands Weg raus: psychologische Beratung, Hausärztin, drei Monate Krankschreibung, Therapie – und was das mit dem Helfen-lassen auf sich hatte. 21:10 – Was wirklich geholfen hat: Natur, Bewegung, Energiegeber bewusst wählen, einfache Tagesstrukturen. 24:27 – Mit Kindern vs. allein durch eine Erschöpfungsphase – ein großer Unterschied zwischen Jenny und Roland. 27:33 – Hätte reEASE geholfen? Roland antwortet ehrlich.
Wenn du selbst gerade nicht gut drauf bist: Wir sind keine Therapeuten und kein Ersatz für professionelle Unterstützung. Wenn du dich in dem erkennst, was Roland beschreibt, und es dir wirklich schlecht geht, such dir bitte zusätzlich Hilfe – beim Arzt, bei einer psychologischen Beratungsstelle oder der Telefonseelsorge (0800 111 0 111, kostenlos, 24/7).
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00:00:00: Hallo, zur Folge drei.
00:00:02: Hallihallöchen!
00:00:03: Ich bin Jenny
00:00:04: und ich bin Roland und jetzt ist die dritte Folge des Podcasts Halbverwandt voll erschöpft der Podcast über Erschöpfung Familie und Mindset.
00:00:17: Und ja heute soll es tatsächlich mehr um mich gehen als in der zweiten Folge mit dir Jenny, bei der wir über deinen Bündner gesprochen haben.
00:00:26: Richtig
00:00:27: Und dieses mal geht es darum, wie du da so reingeschlittert bist und was du so gemacht hast um wieder rauszukommen.
00:00:32: Und vielleicht
00:00:33: auch, wie ich empfunden habe!
00:00:34: Ja, spannend.
00:00:37: Ich mache mich da ein bisschen nackig.
00:00:38: Spannend darüber zu sprechen
00:00:42: mit
00:00:42: dir.
00:00:43: Aber davor sollen wir definitiv auch nochmal sagen... Wenn Du jetzt diesen Podcast hörst weil Du in der Situation bist vielleicht schon in der wir waren und Dir geht das extrem schlecht.
00:00:53: Eventuell depressive Gedankenzüge oder sogar noch einen Ticken schlimmer.
00:00:58: Sucht die bitte Hilfe, wir sind keine Ärzte.
00:01:01: Keine Therapeuten!
00:01:03: Wir haben keine psychologische Ausbildung.
00:01:05: Wir re-e-s sind höchstens noch unterstützend da aber mehr um ihm zu vermeiden dass du an diesem Punkt kommst also eher präventiv als wir jetzt schon.
00:01:16: ja diagnostisch dürfen überhaupt nicht unterwegs sein.
00:01:18: und Wie gesagt, wenn es dir wirklich sehr schlecht geht, bitte sucht ihr zusätzlich zumindest auf jeden Fall noch Hilfe.
00:01:24: Ja und wir wollen hier einfach von unseren Erfahrungen teilen und darüber sprechen was uns passiert ist, was wir erfahren mussten durften und wie wir da ein Stück weit rausgekommen sind und ja einfach dort begleiten sein für dich, für euch.
00:01:44: Definitiv!
00:01:46: Ja, aber jetzt zu der Thematik.
00:01:47: Wir wollen ja euch Zuhörer auf jeden Fall mitnehmen und uns eben auch wie du es schon gerade schön gesagt hast ein bisschen nackig machen einfach dass ihr auch seht okay wir waren da wo ihr nicht hin sollt oder wo ihr vielleicht auch schon wart und nicht mehr hin möchtet.
00:02:03: Und deswegen erzählen wir halt auch ganz ehrlich und unverblümd von unseren Erfahrungen.
00:02:08: und deswegen Roland Du hattest ja auch letztes Jahr war's letztes jahr?
00:02:14: Ja das war letztesjahr Dein Burnout und magst du uns mal erzählen, wie du überhaupt leider an diesem Punkt gelangt bist.
00:02:22: Also hast du das selbst gemerkt?
00:02:23: Und wenn ja... Wie?
00:02:26: Ja ist glaube ich immer wieder spannend darüber nachzudenken und selber zu reflektieren weil es ist echt ein Prozess gewesen!
00:02:36: Ich bin jetzt gerade drehunddreißig und merke wenn ich ganz ehrlich zu mir sehr bin dass Ich wahrscheinlich schon in die Mitte zwanzig den Grundstein gelegt habe für meinen Burnout.
00:02:46: Wenn ich mir das positiv formulieren möchte, weil ich so ein Leben hatte in den Zwanzigern immer weiter, immer höher, immer schneller und ich hab einfach keine Grenzen gekannt!
00:02:58: Freundeskreis, ich war viel reisen.
00:03:01: Ich habe mir gedacht okay ich mache ein Studium aber nicht normal sondern ich studiere dual.
00:03:05: dann dachte ich mir auch komm'?
00:03:07: dann mach ich noch irgendwie nebenberuflich noch ein Master in der Covid-Zeit Dann noch eine Weiterbildung da und ne Ausbildung hier.
00:03:14: Und ja irgendwie geht das alles so locker flockig und leicht und...
00:03:18: Vermeintlich?
00:03:19: Vermeindlich!
00:03:20: Und dann kam es wieder Tag X oder Tage Monate.
00:03:27: Und das spannende tatsächlich bei mir, dass ich mich so selber übergangen habe.
00:03:33: Dass ich ja schon eigentlich jahrelang mich selber um einen Körper so übergangen hab und das ist so etwas wo ich echt merke... Ja ich hätte es glaube ich viel früher schon merken können und ich glaube jetzt hat nicht geholfen wenn ich mal andere gefragt hätte ob die das merken was sie sehen.
00:03:55: Vielleicht kann ich da ganz kurz meine Perspektive dazu abgeben, weil wir uns eben solange kennen durch diese... Ja falls jemand heute erst einschaltet durch unsere Verbindung als Schwager und Schwägerin seit nunmehr.
00:04:06: Also gut, daher retten wir noch nicht so lange aber wir kennen uns seit achtzehn-undhalb Jahren.
00:04:09: Ich glaube das habe ich schon ein paar Mal erwähnt.
00:04:11: Ich hab nie zu dir gesagt du bist überfordert aber ich habe zu dir gesagt und das hab ich ganz oft gesagt.
00:04:18: Ich weiß nicht ob das jemand anders auch zu dir sagt aber ich hab schon oft gesagt Roland Willst du auch irgendwann mal ein bisschen zur Ruhe kommen?
00:04:26: Du machst vielleicht immer zehn Dinge gleichzeitig.
00:04:28: Du hast immer schon den nächsten Termin im Kopf, wenn du eigentlich gerade hier bist.
00:04:34: Also mir ist das schon aufgefallen und ich glaube, ich habe es schon das eine oder andere Mal angesprochen zumindest dass du ein bisschen heavy unterwegs bist mit deiner Verbindung und Terminigkeit und ich hab das glaub ich schon öfter erwähnt.
00:04:45: aber Das ist halt dann immer das, was man auch hören möchte vielleicht.
00:04:49: Auch selbst?
00:04:50: Oder was man hat dann selbst noch ... Ja, mach ich halt so!
00:04:53: Man nimmt es natürlich auch so oder ich in dem Fall einfach für so normal war also auch so wenn ich drüber nachdenke Ich habe da schon mal gespielt bekommen hey du hast ein hohes Energielevel und du kannst zu viel machen.
00:05:03: ja weil die Sachen die ich mache die mache ich in der Regel Weil es mir Spaß macht und weil ich mich dann auch freue Wenn ich Menschen sehe ganz viele Freunde siehe Familie Von A nach B, Tingle.
00:05:16: Ich hab damals in einer anderen Stadt studiert und da war das irgendwie so ganz normal.
00:05:20: Dann mal schnell sechs Stunden nach Hause oder dann irgendwann mal kurz da noch hin und die Reise oder da den Kurztrip... Ja und ist alles so parallel!
00:05:30: Und es ging halt immer weiter und es war halt wenig Ruhephasen dazwischen.
00:05:35: Also ich habe das schon immer ein bisschen kritisch gesehen.
00:05:38: Nicht weil ich dir da von irgendwas nicht gegönnt habe, sondern weil ich mir schon immer dachte, dass kann auf Dauer nicht gut gehen und deswegen hab' ich halt auch ein paar mal angesprochen eigentlich nie irgendwie um dir da irgendwie ja gut Deutsch gesagt auf den Sack zu gehen, sondern einfach schonmal ich mir dachte es kann doch nicht gesund sein.
00:05:54: also und Ja klar sagt jetzt die die selbst übernachten!
00:05:59: Aber ich dacht mich schon immer Dieser Freizeitstress, den du dir teilweise selbst gemacht hast, der ist ja irre.
00:06:06: Man sagt natürlich auch wieder das einfach... Das andere bei so einem ist leichter Sehen als man selber.
00:06:13: Hundert Prozent!
00:06:14: Und
00:06:16: weil es auch so viele verschiedene Sachen gibt?
00:06:18: Also bei mir war er das wie wir jetzt gesehen haben ganz anders ist, wie's jetzt eben bei dir ist.
00:06:22: Bei dir ist es viel auch dieser selbst auferlegte Stress.
00:06:26: vermeintlich positive Stress, diese Sachen auf die du dich unglaublich gefreut hast.
00:06:30: Aber die du dann alle in vierundzwanzig Stunden packen wolltest was aber eigentlich gar nicht möglich ist.
00:06:35: Also du konntest eigentlich also so kommst mir vor!
00:06:38: Du hast dich auch zum Beispiel uns gefreud.
00:06:40: Du konntes das aber bei uns gar nicht genießen eigentlich weil du im Tropf schon beidem nächsten Termin warst oder Termin in Anführung zu sein und vielleicht konnteste du den Termin dann schon wieder nicht geniessen weil du da schon wieder beim Nächsten warst.
00:06:49: Ja ja mit Sicherheit.
00:06:51: Da gab es eine Phase der war das auf alle Fälle... normal.
00:06:54: Und ich denke da so ein bisschen darüber nach, weil es gibt ja da verschiedene Stressarten und sie ist ein All-Stress und die Stress des Stresses und das ist der gute Service man, der hervorragend bringt und der Stress, den dich auch motiviert und irgendwie was gibt und dir dich auch pusht und der andere, der dich halt eigentlich fertig macht und ich glaube, ich habe das irgendwie ganz gut durcheinander geschmissen einfach und irgendwie
00:07:19: vielleicht auch Teilweise schon dieser Burn-On-Thematik dann?
00:07:21: Ja Da sollte man auch noch mal drüber sprechen, auf jeden Fall.
00:07:24: Ich glaube es ist für mich echt ein jahrelanger Prozess gewesen und ich habe mich dann nach echter langen Beziehung getrennt und glaub' ich da gemerkt okay irgendwie das passt nicht mehr so zu meinem Leben.
00:07:39: Das war so einen Riesenumbruch in meinem Leben Und dann kam dazu dass sich einfach ein unglaublich stressigen Job hatte, der irgendwie unglaublich viel von mir abverlangt hat.
00:07:51: Ich habe superviel gelernt und meine Lernkurve war mega!
00:07:54: Ich hab aber schon erzählt ich bin jetzt so in der Personalentwicklung unterwegs, Filmscape-Entwicklung Coachings, viel mit Menschen und ganz viele andere Menschen daran mit Workshops und ja... Hab gar nicht mehr gemerkt.
00:08:07: auch was sich da immer wieder auch von anderen Menschen aufnehme und das ist natürlich immer ein Thema was ich selber merke wenn man einfach viel mit menschen arbeitet Dann muss man sich ganz klare Grenzen einfach haben und setzen.
00:08:21: Und ich glaube, das zusammen die Arbeitskombination dieser private Umbruch dann eine neue Wohnung, dann auch irgendwie zu merken okay?
00:08:30: Ich muss mein Leben nach acht Jahren einfach nochmal anders wucken und wieder... Ja, eigentlich schon
00:08:34: mit fast dreißig Jahre oder du warst schon dreißiger noch mal komplett
00:08:38: neu anfangen.
00:08:39: Neu anfangen!
00:08:40: Natürlich so eine Bubble gehabt, so ein Freundeskreis.
00:08:43: Ein Umfeld auch und... Ja,
00:08:46: sowas kann dann noch mal so final in diese Abwärtsspirale stürzen.
00:08:49: Und das war mit sich ja nicht der Ausleser aber es war etwas was noch an Top kam.
00:08:54: Der Tropfen auf dem heißen Stein
00:08:55: vielleicht?
00:08:56: Also ich kann mich an die Nacht noch gut erinnern weil ich bin da in der Nacht losgetingelt und hab dich aus Regensburg geholt.
00:09:03: Ich habe dich auch selten so verzweifelt erlebt, aber ich habe das auch irgendwie damals am Telefon gespürt.
00:09:09: Ich weiß nicht mehr, hast du uns geschrieben?
00:09:10: Hast du uns angerufen?
00:09:10: Ich weiß es nicht mehr!
00:09:11: Aber wie gesagt, ich hole den heute noch.
00:09:14: Ja...
00:09:15: Ich weiß das noch wirklich weil mein Mann dann meinte, Du musst morgen wieder arbeiten, sonst ist mir scheißegal.
00:09:18: Ich hole den Heute noch und ich hab dich glaube ich noch nie so verzweife gesehen.
00:09:22: Aber ich war auch noch nieso froh in ein Auto gestiegen zu sein und wirklich da noch in der Nacht losgefahren zu sein.
00:09:27: Und da habe ich schon gemerkt okay dem geht's echt nicht
00:09:30: gut.
00:09:31: Also das war Da wo ich dann schon dachte, okay da ist mehr im Busch als in Anführungszeichen nur die Trennung was natürlich immer ein harter Cut ist und im Leben brauchen wir überhaupt nicht reden.
00:09:41: aber ich dachte mir das schon da ist viel mehr im busch.
00:09:44: Und da geht es ihm wirklich nicht gut.
00:09:49: Aber was war würdest du sagen?
00:09:50: Das war dann die Zeit wo du auch gemerkt hast ok Ich bin jetzt wirklich am Boden oder War das noch später?
00:09:57: Ich glaube es war noch später.
00:09:58: wenn ich glaub Es gab so nach der Trennung so einen Die Fase eben, wie ich gerade schon erwähnt hatte mit der neue Wohnung.
00:10:06: Es gibt auch einen Auftrieb also dann was Neues zu schaffen.
00:10:10: Ich muss ja dann irgendwie neues umfeld mir kreieren.
00:10:12: ... da waren, die man gemeinsam gemacht hatte.
00:10:18: Was mache ich jetzt allein?
00:10:19: Und dann zu mir okay irgendwie... Ich muss funktionieren!
00:10:22: Dann mach' ich das, meine Arbeit muss weiterlaufen,... ...ich muss ja mich selber ernähren und für mich selber klarkommen.
00:10:27: Es hilft mir keiner.
00:10:28: also alles was ich Zuhause stehen lasst.
00:10:29: Das steht da auch in der Hause kommen.
00:10:31: Das macht mir keiner.
00:10:34: Ja, da fällt einfach mal eine große Unterstützung einfach weg.
00:10:36: So eine Säule im Leben und ich glaube es hat erst so wie ich dann.... quasi wieder die Säule mit eigener Wohnung, mit wieder wohlfühlen Atmosphäre in einem Umfeld und dann wieder neuem Hobbys.
00:10:49: Und dann kam zu der Phase wo ich so runterfahren durfte und so nicht mehr kass funktionieren musste weil er dann lief ja alles plötzlich wieder im Job liefs war super stressig nach wie vor.
00:11:01: aber ich war dann wieder glücklich singel zu sein und hat mir einfach ein neues Leben geschaffen.
00:11:07: und es ist einfach super spannend dass Als der Stressen abfiel, hat es mich wie so eine Welle komplett überspült.
00:11:17: Aber ich hatte keinen Surfboard, wo ich gesagt habe, okay, ich mach da irgendwie coolen Moves?
00:11:21: So ne, die hab' ich richtig
00:11:22: in den Omen geworfen!
00:11:23: Aber ich kann mich auch noch erinnern, wo du mir dann so gesagt hast ja heute war keine Ahnung Tanzkurs und dann noch keiner im Töpf fahren oder was weiß ich was du gemacht hast.
00:11:32: und dann kam noch der Besuch und dann kommt noch das so eine Hüsse wie an einem Tag...
00:11:37: Wie?!
00:11:38: Spinnst du?
00:11:39: Also ich weiß es noch.
00:11:41: Da wo ich mir auch wieder dachte, du bist doch wahnsinnig!
00:11:44: Das kann nur nach Renten losgehen.
00:11:47: Obwohl du irgendwie runtergefahren bist, bist du gleichzeitig schon wieder mit deinen Zehntausend neuen Hobbys, die du dir selbst in deinem Kopf gepflanzt hast, wieder eigentlich komplett in die andere Richtung, diesen vermeidlich positiven Stress der dich dann aber eigentlich überhaupt gar nicht mehr zur Ruhe kommen ließ.
00:12:02: Ja, absolut.
00:12:04: Also ich glaube Ruhe war echt Mangelwache in meinem Leben und ich konnte es schon sparen weil ich gerade so dachte durch die Coaching Ausbildung immer wieder auch für mich selber so Achtsamkeit praktiziere.
00:12:16: Ich mache auch Yoga Versuche auch da immer wieder mit verschiedenen Sachen durch Natur Auch unterzuholen.
00:12:22: Ich glaub auch deswegen hat das jahrelang so gut funktioniert.
00:12:24: Ich habe mich halt jahrelang selber sehr gut Wie soll ich sagen?
00:12:28: Überregulieren können.
00:12:29: Und immer wieder kleine Inseln geschaffen, so in meinem Leben dass er sagt okay jetzt bin ich wieder so immer so an der Grenze das es gerade noch ok ist und es ist grad auch so dass ich nicht überkippe.
00:12:38: aber ja dann hab' ich wieder das gemacht und das war dann wieder sehr gut und erholsam und ruhig.
00:12:43: Ja und dann habe ich aber irgendwie gemerkt... ...dass mein Körper halt ganz laut schreit eigentlich schon seit langem.
00:12:50: Du warst auch sehr auf krank!
00:12:52: Unglaublich oft krank.
00:12:54: Ich hatte nie ein Thema mit Mandeln, ich hatte so oft Mandelentzündung im Winter teilweise zwei-drei Mal hintereinander.
00:13:06: Einmal wieder gesund und dann wieder Mandel entzündet.
00:13:09: Meine Magen geschleimerde Entzündung war beim Arzt, dachte mir.
00:13:16: Ist sich jetzt mal anders, weil meine Esse gewohnheitlich
00:13:18: wurde.
00:13:19: Ja toll!
00:13:20: Super
00:13:21: und Hafer schleimern.
00:13:22: Ja das war toll.
00:13:23: Schnittzeit war mich sicher auch nicht verkehrt und gleichzeitig ist halt dem Magen... Das ist stark mit dem Kopf verbunden.
00:13:33: Wunderprozentig!
00:13:33: Also der Magen zeigt dir genau, wenn es falsch läuft.
00:13:37: Falsch?
00:13:38: Falsche?!
00:13:39: Dann kommt der Beier wieder durch.
00:13:42: Der Magen-Darm-Trakt ist hundertprozentiger verantwortlich.
00:13:44: Der zeigt dir das sofort, wenn etwas falsch läuft
00:13:47: und das ist echt spannend.
00:13:48: also auch Kopfschmerzen, Augenzucken, Rastlosigkeit... Gedanken spiral durchs letztens mal auch erwähnt.
00:13:57: so das immer müde sein und nie was ihr aufgeladen sich auf geladen fühlen nach keine ahnung acht neun zehn stunden schlafen.
00:14:06: ich habe mir oft gedacht aber ich muss mich mittags wieder hinlegen.
00:14:09: Und ich glaube so ganz krass war es einfach.
00:14:12: ich bin im rassen des Wortes übergelaufen, ich saß dann plötzlich in meetings mit kolleginnen.
00:14:20: Mit meiner Chefin und musste bei der frage wie geht's dir?
00:14:24: Einfach losweilen.
00:14:26: Es kam einfach aus mir raus und ich war total überfordert.
00:14:31: Ich war mit der Frage, wie geht es dir?
00:14:33: Überfordert!
00:14:34: Und mein Körper hat einfach nur einen Ventil gesucht und ich muss zu viel weinen... ...ich bin ein emotionaler Mensch.
00:14:41: ja und gleichzeitig so gerade im Business-Context ist das auch etwas was nicht so üblich ist.
00:14:48: Ich bin Mann, es ist leider Gottes immer noch ein Thema dass da man sich nicht immer ganz offen zeigt
00:14:55: Wird für uns Frauen aber auch nicht gern gesehen.
00:14:57: Nee, ich glaube das ist ein Thema, da darf noch viel passieren.
00:15:00: Es passiert schon einiges und gleichzeitig habe ich mich selber gemerkt und ich hatte zum Glück auch nie Kolleginnen oder Kollegen die da irgendwie etwas gesagt hätten.
00:15:09: Die kennen mich und konnten das echt auch gut einordnen.
00:15:15: Da ist er wirklich glücklich.
00:15:16: Ich glaube, da geht es ganz vielen da draußen anders.
00:15:19: Also ich glaube auch wenn man dann so emotional ist... also ich wurde ganz oft schon aus viel zu emotional abgestempelt.
00:15:23: Also Gott sei Dank warst du denn da irgendwo gut aufgehoben?
00:15:27: Absolut!
00:15:28: Aber war das dann wirklich da wo du gemerkt hast?
00:15:30: okay jetzt ist definitiv irgendwie der Punkt erreicht wo ich was machen muss weil das ist nicht mehr normal?
00:15:35: Ja und vor allem die Häufigkeit.
00:15:37: Ich habe damals ein bisschen zusammengerechnet.
00:15:39: Es war dann irgendwo Mai letzten Jahres zusammengezählt von Januar bis Mai habe ich im Arbeitskontext mindestens zehnmal geweint.
00:15:50: Ich hab davor nie geweint!
00:15:51: Ja gut, also in der Regel geht man jetzt noch nicht jeden Tag zur Arbeit.
00:15:56: Also es sollte nichts zu sein.
00:15:58: Jetzt lache ich drüber aber das war echt lustig und das war dann so ein ausschlaggebender Punkt.
00:16:04: und auch Kollegen die mir dann gespiegelt haben hey Wo ist dein Lebensfreude hin?
00:16:08: Wo ist denn dein Optimismus, deinen Lachen, dein Witz, deine Leichtigkeit die mir immer so zugeschrieben wird?
00:16:14: und ich war totaler Volkutierer ein Blockheerer.
00:16:18: Für mich war einfach wirklich auch gedanklich ein Thema mehr und es war immer wieder ein... kann nicht!
00:16:25: Ist zu viel, ist jetzt zu viel.
00:16:27: also eine große Überforderung.
00:16:30: einfach
00:16:32: Kann ich mir sehr gut vorstellen.
00:16:34: Und dann ist es halt auch noch so, also ich kenne das... Also ich sehe jetzt nochmal mehr Parallelen zwischen uns als wie die vorgesehen haben mit dem Magen.
00:16:41: Das habe ich in meiner Folge gar nicht erwähnt.
00:16:42: Ich hatte ja auch extreme Probleme mit dem Morgen und das ist ganz oft so dass ja ebenso diese Burnout-Thematik auch auf den Morgendabendrag geht.
00:16:50: Also das ist er tatsächlich ganz, ganz oft.
00:16:52: Und auch das Emotionale.
00:16:54: Also bei mir ist es ja auch so, wie du ja auch glaube ich gesagt hast, ich bin jetzt eigentlich wirklich keine die schnell weint, ich hab ja nur noch geholpt.
00:17:00: Also es war gar nichts Schlimmes und erbegeholter.
00:17:05: Ich weiß teilweise, dass mein Mann da gestanden ist und sagt, warum weinst du den jetzt schon wieder?
00:17:09: Und ich so, ich weiß nicht!
00:17:11: Es waren viele Frauen, die das kennen, die Kinder geboren haben wie Babyblues.
00:17:16: Einfach weil alles zu viel war.
00:17:18: Das war eine falsche Frage, aber alles zuviel.
00:17:21: Aber du hast es dann gemerkt und du hast gesagt bei dir warst viel.
00:17:24: auch der Arbeitskontext... Dein privater Stress jetzt mal vorne weg, aber bei Männern glaube ich ist es ganz oft auch wirklich.
00:17:31: Die arbeiten halt teilweise immer noch wenn's nicht wie ich mit das sind.
00:17:36: Arbeiten halt einfach Männer mehr Vollzeit wie Frauen außer die Frauen, die sich halt nicht für Kinder entscheiden was auch völlig legitim ist.
00:17:41: Ich glaub dass es nochmal ein bisschen was anderes weil du halt einfach dein Fokus noch mehr auf die Arbeit legst
00:17:47: und... Und zwar mal dich auch ein Stück weit damit identifizierst.
00:17:50: Also natürlich, wenn du jetzt keine Familie hast und dann sagst okay, du hast jetzt einfach einen Leben das jetzt gerade noch sehr flexibel und frei ist und dann ja nimm's einfach... und es sei der Gott das oft auch so.
00:18:01: die erste, zweite, dritte Frage Wenn du jemanden neues kennst, was machst denn eigentlich beruflich?
00:18:06: Und dort wie identifiziert uns in Deutschland um das einmal zu partialisieren leider ... immer noch sehr oft mit einem Job und eigentlich sollte das gar nicht so sein, als meiner Sicht.
00:18:15: Und ich habe es jahrelang auf jeden Fall gemacht... ...und mir gedacht, ich muss da hin!
00:18:19: Ich muss das erreichen!
00:18:21: Es geht noch was.
00:18:22: Aber ich glaube, bin ich auch schuldig im Sinne der Anklage?
00:18:25: Ich frage auch oft, was jemand beruflich macht.
00:18:27: Irgendwie ist es so normal oder?
00:18:28: Sollte man vielleicht auch mal reflektieren
00:18:30: ja.
00:18:30: Ja weil eigentlich….
00:18:31: Was hat das über einen Aus?
00:18:32: Nichts.
00:18:32: Nicht viel?
00:18:33: Nein.
00:18:33: Sondern viel mehr sagen hey, was mach dich glücklich im
00:18:35: Leben?!
00:18:35: Ja
00:18:36: tatsächlich.
00:18:37: Das ist wirklich so.
00:18:39: Ja, aber du warst jetzt an dem Punkt, dass ihr es erkannt.
00:18:41: Was hast du jetzt gemacht?
00:18:42: Also ganz vieles!
00:18:44: Ich muss echt sagen ich bin unglaublich dankbar für... ...ganz vieles irgendwie was so passiert ist weil das erste glaube ich ist die Selbsterkennung.
00:18:51: Dann sie selber eingestehen.
00:18:52: Das hattest Du ja auch erwähnt.
00:18:54: So wie Sie selbst eingestehnen irgendwas ist dann nicht normal und dann habe ich so gedacht okay wer könnte mir jetzt helfen?
00:18:59: zum Glück meine Kolleginnen Kollegen auch mal Chefin konnte ich das sehr offen darüber sprechen Und hatte da eine echte Möglichkeit ja, psychologische Beratung wahrzunehmen tatsächlich da einen ersten Kontaktpunkt mal zu haben.
00:19:12: Von der außenstehende Person die mich null kennt und einfach mal gestartet okay was ist denn eigentlich gerade Stand?
00:19:19: Das war so das erste Schritt und dann war irgendwie ganz schnell klar du musst zum Arzt gehen auf jeden Fall.
00:19:24: Und ich muss schon auch sagen Ich habe gedacht jetzt bin ich meine Woche krank und dann wird es schon wieder Gar kein Thema, das kriege ich alleine hin.
00:19:32: Weil ich kriege sowieso alles alleine hin!
00:19:33: Ich muss jetzt eh alles in einem Fünfzeichen allein wuppen.
00:19:36: Achtung, das Thema helfen lassen war echt ein Thema.
00:19:39: auch um Hilfe bitten und sagen hey das kann ich nicht weil ja die mich kennen ganz viele kommen zu mir und fragen mich Hey Rohan hast du einen Impuls hast du ein Rad?
00:19:49: hast du irgendwie Gedanken hörst du mit zu?
00:19:51: Und das tue ich super gerne.
00:19:53: aber ich fragt es fühlt so wenig bei anderen Menschen um einfach mal Hilfe.
00:19:58: Und ich glaube so die psychologische Beratung.
00:20:00: dann die Ärztin, die mir da echt eine allgemeine Ärztinn, die mich unglaublich viel geholfen hat und zugehört hat.
00:20:07: Und sofort wusste... Die habe mich angeschaut und wusste einfach was los ist!
00:20:11: Ich glaub sie hat also ein bisschen innerlich geschmunzelt.
00:20:13: so Ja jetzt sind Sie mal eine Woche krank.
00:20:16: Im Grunde waren es drei Monate.
00:20:17: Ich fand drei Monate einfach raus aus meinem Job und hab mir dann an einem sehr guten Tag und da muss ich wirklich sagen auch ... ein Hoch auf das deutsche Gesundheitssystem, insofern weil... ... ich habe mir einen Etherapeutin gesucht und hatte da echt eine Liste vor mir.
00:20:36: Aber auf einfach wirklich meinen Hörern die Hand genommen.
00:20:37: Ich hatte zum Glück noch die Kraft nach einer Weile mit den Höreren der Hand zu nehmen haben, wenn ich den ganzen Tag nur telefoniert, telefoniert,... ... telefoniert ganz oft gehört nein keine Möglichkeit in einem halben Jahr oder ein Jahr.
00:20:49: aber ich hab dann echt ein paar Erstgespräche gehabt und konnte dann echt Etherapeuten auch ... aufsuchen und mit der bin ich jetzt immer noch im Austausch... ...und in Behandelung.
00:20:58: Und das ist so, glaube ich, auf dem medizinischen Weg quasi,... ...das was mir super viel geholfen hat und während des aber halt auch meine Familie und Freunde.
00:21:10: Ich habe einfach sowas nicht mehr.
00:21:12: Es war ein bisschen ein Resettknopf gedrückt und auch da reduziert hat mir wirklich Menschen um mich gebracht oder noch mehr darauf geschaut, okay wie er ist in eigentlich meinem Umfeld der mir jetzt gerade gut tut.
00:21:25: In dieser Phase und nicht aus Nettigkeit oder weil ich einfach die Person auch so gern hab und nicht gerne gebe.
00:21:33: das tue ich aber auch.
00:21:34: wo ich mal leben durfte und wo ich einfach mal Energie gekriegt habe und die mit zugehört haben und ja einfach... Ich glaube auch einfach die Hälfte nicht mal wahrscheinlich irgendwie ein Zehntel von dem gemacht, was ich sonst gemacht habe.
00:21:48: Und für mich war dann so wieder einfache Dinge wie ... Blödsatz-Einkaufung gehen rausgehen, einen gesunden Schlafgruppen muss vielleicht noch ein bisschen Sport und wenn ich das an einem Tag geschafft hab gerade in der ersten Zeit.
00:22:01: Für mich dann echt ein besonderer Tag und ich hab dann schon auch gemerkt, was mir wirklich wirklich wichtig ist und... Auch da weniger gemacht reduziert bewusster glaube ich einfach mit Dingen umgegangen ... mit mir selber ins Gericht gegangen, auch okay.
00:22:18: Woher belüge ich mich denn eigentlich?
00:22:20: Wo mache ich vielleicht Dinge für andere... die mir nicht gut tun?
00:22:23: wenn ich ganz ehrlich zu mir selber bin?
00:22:25: Ich glaube das ist so echt ein großes Ding gewesen!
00:22:28: So einen großen Hebel... Auch wieder da selbst reflektieren und sich selber arbeiten... mithilfe mit Unterstützung aber auch unglaublich viel rausgehen.
00:22:37: Also ich bin unglaublich viele einfach draußen gesessen wieviel ich spazierengegangen bin.. Aber auch so die Motornie der Natur.
00:22:46: Ich liebe Wasser, ich liebe Berge.
00:22:49: Ich liebe Wälder und war einfach unglaublich viel draußen.
00:22:52: Und
00:22:52: irgendwo
00:22:53: hingesessen.
00:22:54: Manchmal mit dem Buch vielleicht aber auch mit nichts.
00:22:56: Ich hatte mein Handy gar nicht dabei... ...und hab da einfach krass getalkst in der Zeit.
00:23:04: Das hat mich wirken lassen.
00:23:05: Vögel zwitschern Kinder lachen was auch immer das fließende Wasser.
00:23:12: Also es gab wirklich so echt schöne Momente.
00:23:15: vielen den Bergen gewesen.
00:23:17: Das hat mir Bewegung auf jeden Fall rausgehen, das war für mich ganz wichtig.
00:23:21: Verkriechen war keine Option.
00:23:24: Zuhause hat mich das eher erdrückt.
00:23:26: ich musste raus aber gezielt und nicht stressig fahren.
00:23:30: Ja, das fühle ich sehr.
00:23:31: Also das ist ja wieder eine Parallele.
00:23:33: also Ich mochte die Natur schon immer gern, aber jetzt anders.
00:23:38: Ich sehe sie jetzt anders aus meinem Kraftort.
00:23:41: Ich habe mir tatsächlich sogar ein Tattoo stechen lassen mit den Bergen und dem Meer einfach weil ich auch merke okay das ist meine Kraftorte.
00:23:48: Aber auch der Wald, aber ich kann mir halt nicht alles tätowieren lassen.
00:23:54: Aber das ist tatsächlich auch eine Thematik, fühle ich zu hundert Prozent.
00:23:59: Und auch das was ich vorher gesagt habe wie du meintest Auch wenn man Menschen gern mag Das heißt ja nicht dass der Mensch bloß weil man ihn jetzt in dieser Phase quasi aus dem Leben ausschließt den Anführungszeichen Dass es ein schlechter Mensch ist erst nur in dem Moment für diese Phase kein Energiegeber und das heißt aber Nicht dass er nicht für einen anderen menschenden Energiegebers sein kann.
00:24:17: Es ist einfach Ja und das muss man halt wirklich bewusst machen.
00:24:20: das ist nicht schön das tut weh Für alle Beteiligten vermutlich Aber das ist wichtig.
00:24:27: Aber was sagst du jetzt, um einfach mal schon langsam zu Schluss zu kommen?
00:24:29: Weil ich glaube wir reden schon ziemlich lange... ...aber für den Hörer ist es auch bestimmt sehr interessant, diese verschiedenen Perspektiven mit sehr vielen Überschneidungen.
00:24:40: trotzdem, obwohl's komplett unterschiedliche Gründe waren zu hören, möchte ich eigentlich also eine Sache mir noch eingefallen weil ich glaub dass ist auch ein großer Unterschied!
00:24:47: Du hast ja jetzt wie du gesagt hast du warst Single oder du bist Single und du hast keine Kinder.
00:24:53: Ich hab das ja, also ich hab sowohl deinem Bruder an der Backe.
00:24:57: Wenn er's hört ... Ich liebe dich!
00:25:01: Nee, aber ich hab Mann und drei Kinder.
00:25:03: Bei mir gab es die Option natürlich nie mich hängen zu lassen.
00:25:08: Also, ja, ich war am Boden, trotzdem musste ich aufstehen, die Kinder verrichten.
00:25:15: Es ging einfach nicht anders.
00:25:16: Das musstest du jetzt nicht vor allem, wenn du drei Monate krankgeschrieben warst?
00:25:20: Auch ich war natürlich krank geschrieben, Ich muss trotzdem aufstehen, weil ja die Kinder das sind.
00:25:25: Du musstest es nicht!
00:25:26: Und ich dachte mir dann oft eigentlich habe ich ein Glück, weil ich meine Routine habe aus der ich mich ausbrechen kann.
00:25:33: Also ich hab da oft gedacht wenn ich jetzt meine Kinder nicht hätte und mein Mann nicht und ich wäre allein ich glaube ich würde den ganzen Tag im Bett legen obwohl ich weiß dass mir nicht gut tun würde.
00:25:41: also da muss ich auch sagen Respekt an dich dass du da deinen Propof hoch bekommen hast und rausgegangen bist Weil ich wie gesagt sagt immer meine Kinder haben mich davor bewahrt dass ich da mich wirklich verkrieche, weil ich hätte das tatsächlich gerne gemacht.
00:25:57: Ja also... tausend Prozent!
00:26:00: Ich mein wenn Arbeit wegfällt fällt schon mal ganz viele Routine weg und täglich hier her, ich muss da aufstehen, ich musste da und da sein aber ich habe dieses Meeting, dieses Thema.
00:26:09: Ich muss mich da und davor bereiten.
00:26:11: Also der täglichen Wahnsinn und dann ja tägliche Dinge die sich einfach vor der Arbeit oder nach der Arbeit anschließen und die man so erledigt Und das war schon ein Ding.
00:26:22: Also am Anfang dieses Hey, was ist denn eigentlich das, was ich dann brauche für den Tag?
00:26:28: Was ist mir wirklich wichtig und was will ich jeden Tag machen?
00:26:31: Dann halt eine ganz andere Routine.
00:26:33: Und gleichzeitig ... Was kann ich jetzt da raus?
00:26:36: Ich meine, der Zeil in dem man kanke schrieben ist natürlich etwas, was ... Du hast einen ganzen anderen Rhythmus, den du dir selber gestalten kannst.
00:26:44: Und gleichzeitig ist aber die Herausforderung, das zu übertragen auf die Faße danach Was ist denn wieder, wenn es dir wieder ein Stück weit besser geht?
00:26:51: Wenn das wieder vorangeht und du auch wieder in die Arbeit zurück willst.
00:26:55: Und da wieder merkst du okay jetzt bist du... ...und war ich dann auch wieder bereit.
00:27:00: Ich schaffe da jetzt wieder was!
00:27:02: Ich möchte wieder etwas kreieren.
00:27:03: Das sind mir dann wirklich auch gefehlt.
00:27:05: Und habe dann schon gemerkt okay, uiuiui!
00:27:09: Was mache ich denn jetzt mit den neu aufgewordenen Routinen,... ....die wir so wichtig waren dann,... ...die mich auch ein Stück alt irgendwie geheilt
00:27:17: haben?!
00:27:18: ... und den Haarhausprozess geführt haben.
00:27:20: Wie betraue ich die da auf meinen Alltag?
00:27:22: Und ich glaube, da können wir auch wahrscheinlich ... ... stundenlang drüber referieren!
00:27:26: Ja das
00:27:26: sollten wir vielleicht noch mal in eine andere Folge reinpacken
00:27:29: werden.
00:27:29: Definitiv weil das ist schon eine Herausforderung definitiv ja.
00:27:33: Die letzte Frage, die ich jetzt noch so habe... ...und dann müsste man glaube ich wirklich zum Ende kommen... Du weißt ja jetzt was wir vorhaben mit Rhys.
00:27:38: Also das wissen jetzt die Zuhörer noch nicht im Einzelnen.
00:27:41: Wir sind dran Leute, wir sind wirklich dran.
00:27:43: also es kommt so bald wie möglich.
00:27:45: aber es soll ja etwas gescheites werden.
00:27:47: Aber du weißt jetzt, was wir vorhaben.
00:27:48: Hätte dir Re-Ease geholfen nicht da anzukommen, wenn du es gekannt hättest?
00:27:56: Ja also ich denke ja... Ich glaube was mir so gefehlt hat ist so verstanden zu werden weil ich glaube das ist ein Tabuthema.
00:28:06: Es ist deutlich präsenter auf jeden Fall als vielleicht schon vor... und gleichzeitig ist es etwas, was ein bisschen normalisiert wird.
00:28:15: Also ich hab's ja schon erwähnt das ist ein Business-Context einfach ganz oft so.
00:28:19: Ah ja der hat da auch schon benötigt!
00:28:20: Ah der auch!
00:28:21: Und jetzt gehört schon über Spitzgesagt zu einem guten Ton dazu.
00:28:27: wenn man gerade beruflich käre mäßig viel und weit und hoch hinaus will dann ist halt viel arbeiten einfach auch so das Normalding.
00:28:34: und ich glaube so dass wir vorhaben mit unseren Erfahrungen Menschen zu helfen sei es durch unsere Workshops, die wir anbieten.
00:28:44: Durch ein Workbook... ...durch E-Books.
00:28:47: Indem man sich einfach individuell selber... Ja das zusammenstellen kann was man braucht und jeder ist einfach anders.
00:28:53: weil ich... Und ich glaube da warst du auch so, dass wir haben ganz viele Videos selber irgendwie ja erarbeitet hatten trotzdem irgendwie wieder Hilfen, jede von uns anders und ich glaub das ist etwas, ähm.. Dass man nicht dort schätzen darf, dass hey!
00:29:08: Das was wir hier kreieren wollen einfach echt hier Menschen begleiten darf.
00:29:14: Und vielleicht
00:29:14: auch Menschen davor bewahrt?
00:29:16: Genau, wir waren vor allem!
00:29:17: Weil es dachte mir auch und das ist so... Ich kann's nur mal wieder sagen ich will keinen, ich wünsche keine Menschen dass er das erfährt was ich hatte dass ich mir dachte wie stehe ich jetzt heute morgen auf?
00:29:27: Es ist ein Gefühl als junger Mensch und egal welcher da spielt gar keine Rolle.
00:29:32: aber das Gefühl mich kann jetzt nicht mehr aufzustehen weil meine eigentlich einfach leer bin im Worsten des Wortes und deswegen ist glaube Ja, etwas was echt
00:29:43: hundert Prozent
00:29:44: hilft.
00:29:45: Ich sag auch für mich war halt der prängste irgendwie wie du jetzt sagst wenn ich aufstehen kann.
00:29:49: für mich ist es in meinem Kopf das werde ich bis an mein Lebensende im Kopf haben wie ich dort auf dem Boden lag gezittert habe wie mir tatsächlich und das ist jetzt kein schönes Bild, aber mir ist die Spucke aus dem Mund gelaufen weil ich nicht wusste wie man schluckt.
00:30:01: Das wünsche ich niemanden.
00:30:03: und wenn mich davor etwas bewahren hätte können dass sich nie an diesem Punkt komme ich hätte es mit Händen wirklich mit Hände küssen mit allen hätte ich's genommen Und das wünschte auch niemanden.
00:30:14: deswegen hoffe ich einfach dass wir da oder Ich weiß ja dass die Sachen richtig gut werden und ich hoffe einfach dass Wir ganz viele Menschen davor bewahren können dass die gar nicht da hinkommen, also und ist nach wie vor das was ich mir einfach wünsche.
00:30:27: Und ja jetzt glaube ich haben wir aber echt ziemlich viel geredet und ich nehme hier jetzt meinen klischeehaften Haribo-Frosch und sage den stecke ich mir jetzt in den Mund und somit ist Schluss für heute!
00:30:38: Also Tschüssikowski!
00:30:40: Ciaoi!
00:30:40: Ich fände auch Eiergänzungen wenn ihr sagt hey ähm... Ja ich möchte von meiner Geschichte erzählen jederzeit.
00:30:46: Wir sind für euch da, wir begleiten euch, wir hören euch zu, alles Anonymen Natürlich und ihr merkt, das ist kein leichtes Thema mit Sicherheit nicht.
00:30:56: Und das wisst ihr selber auch!
00:30:57: Wir wollen für euch da sein und ich kann nur sagen danke fürs Zuhören und wir hören uns ganz, ganz bald.
00:31:06: Gebt
00:31:06: uns Impot und vielleicht ist dann quasi die Thematik zu eurer Geschichte schon in einer der nächsten Porträtsfolien.
00:31:13: Also macht's
00:31:14: gut!
00:31:14: Ciao!
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