Stell dich nicht so an!
Shownotes
In dieser Folge: Woher kommt „Stell dich nicht so an"?
Jenny und Roland schauen zurück auf die Generationen vor ihnen – Großeltern, Eltern, die diesen Satz nicht als Vorwurf gemeint haben, sondern als gelebte Realität weitergegeben haben. Schweigen und Funktionieren als Überlebensstrategie. Was der Satz wirklich macht
Wer oft genug hört, dass er sich anstellt, hört irgendwann auf, seine Bedürfnisse zu äußern. Nicht weil sie verschwunden sind, sondern weil er gelernt hat: Gefühle zeigen macht unbequem. Und unbequem sein hat Konsequenzen. Gefühle verschwinden nicht – sie kommen anders zurück
Roland erklärt, warum unterdrückte Emotionen nicht einfach weg sind. Das Bild vom Kessel: Wenn man den Deckel nie aufmacht, explodiert irgendwann etwas. Der Zusammenhang mit Erschöpfung
Wer dauerhaft gegen die eigenen Bedürfnisse ankämpft, verbraucht Energie, ohne es zu merken. Irgendwann wacht man auf und merkt: Ich lebe ein Leben, das nicht meins ist. Das ist kein Charakterfehler – das ist das Ergebnis von zu vielen Jahren „Stell dich nicht so an." Rolands Geschichte vom Fußballfeld
Ein konkretes Beispiel dafür, wie lange man sich etwas antut, bevor man gehört wird. Jennys Situation mit ihrer Tochter
Wie Jenny bewusst anders reagiert hat als die Generationen vor ihr – und was das gezeigt hat. Der Unterschied zwischen Bedürfnissen äußern und egoistisch sein
Ja, Kompromisse gehören dazu. Nein, das bedeutet nicht, sich alles gefallen lassen. Das Werkzeug: dreimal Warum fragen
Bevor man sagt „Stell dich nicht so an" – sich selbst oder anderen gegenüber – lohnt es sich, dreimal nachzufragen. Warum ist das gerade so wichtig? Was steckt wirklich dahinter?
Takeaway dieser Folge Du darfst dich anstellen. Das bedeutet nicht, dass du zu viel bist. Es bedeutet, dass du Bedürfnisse hast. Die haben alle.
Transkript anzeigen
00:00:00: So, Roland.
00:00:01: Und was geht's heute?
00:00:04: Heut Jenny!
00:00:04: Heute geht es um tatsächlich ein bayerisches Thema und zwar stelle dich nicht so an oder
00:00:13: steu die nicht so auf
00:00:14: Genau!
00:00:15: Genau das kennen jetzt wahrscheinlich nur alle Bayern unter uns.
00:00:18: nachvollziehen dieses Ah!
00:00:19: Geweiht halt, steu den nicht so
00:00:20: ab Habt ich nicht so?
00:00:22: Ja also vielleicht, bestimmt kennen sie alle anderen auch.
00:00:26: Aber bei uns in Bayern ist das wirklich so.
00:00:27: ja jetzt geh weiter Das ist doch alles kein Problem Und das ist halt das, was jemanden vermittelt.
00:00:35: Mit mir stimmt etwas nicht!
00:00:36: Mit mir ist etwas nicht richtig weil offensichtlich stelle ich mich zu sehr an
00:00:42: und da schauen wir heute mal genauer drauf Weil uns jetzt hat es unglaublich oft begegnet oder schon begegnete in unserem Leben und wieder nennt wie ein Stück weit auch Ich kann noch für mich sprechen aber auf jeden Fall ein Stück alt ja als Realität als Wahrheit angesehen habe.
00:00:57: und dem brechen wir halt mehr auf und schauen mal genau hin.
00:01:01: Ja, definitiv.
00:01:02: Ich kann nur sagen ich fühle das total schon als Kind im Endeffekt.
00:01:08: Also es geht als kindlos wo einem Kind schon mitgeteilt wird
00:01:11: Jetzt
00:01:12: komm ist doch nicht so schlimm jetzt wein'n nicht jetzt stell dich nichts an Aber im Endefekt sprechen wir da den Kindern schon Bedürfnis nach
00:01:22: Auf jeden Fall.
00:01:23: und genau wir haben einen Satz zu oft.
00:01:25: Wir haben ihn so oft gehört Und ich habe ihn auch darüber nachgedacht wie meine Eltern, aber auch meine Großeltern zu waren.
00:01:34: Also gerade dieses stelle ich nicht so an habe dich nicht so.
00:01:39: das macht voll was mit einem.
00:01:41: und auch die haben wir danach gelebt.
00:01:44: wenn ich heute noch danach
00:01:47: wie euch so gefühlsmäßig sind wir die erste generationen die das ein bisschen aufbricht
00:01:54: ja wahrscheinlich schauen wir genauer hin und lassen uns Das heißt ja auch Generation Y. Wir sind beide in dieser Millennials-Generation mit drinnen und die Generation vor, wahrscheinlich haben es einzelne Personen schon gemerkt aber jetzt nicht so größer und ganzheitlicher als wir das jetzt irgendwie anschauen.
00:02:14: Und ja ist ganz spannend finde ich wenn ich darüber nachdenke was meine Großeltern so gelebt haben und was sie so gemacht haben.
00:02:24: Ich kann mich noch erinnern dass es da psychische Themen gab, dass da auch Erschöpfung da war.
00:02:30: Meine Großeltern waren beide Bauern, die hatten einen Bauernhof und haben das auch von der Vorgeheneration übernommen.
00:02:38: Und... Da war halt Arbeit um die Präsenten.
00:02:41: also es musste halt viel gemacht werden.
00:02:44: Gut, dass
00:02:45: man halt auch Lebewesen davon abhängig?
00:02:47: Genau natürlich Lebeweszen davon abhänge ich, dann wurde noch ein Wald, den auch bewirtschaftet werden musste an die Felder.
00:02:52: Und
00:02:52: viele Kinder!
00:02:53: Und
00:02:53: viele kinder und irgendwie hat das alles so ... dazugehört.
00:02:57: und ja, das ist natürlich auch eine Art Selbstständigkeit.
00:03:00: Du bist dann... ... vierundzwartig sieben, du bist jeden Tag da mit beschäftigt.
00:03:05: und ich meine ganz klar wenn du das auch wiederum die Fähre ich genauso gelernt haben wie jetzt Sie dann weitergegeben haben, wie zum Beispiel an meiner Mutter hier aus diesem Hof stammt es ist ganz klar dass sie das auch für sich ein Stück weit mit übernommen hat und noch genau so agiert.
00:03:23: weil ganz ehrlich wenn man sowas gesagt bekommt von den Erwachsenen, von den Eltern in Großeltern.
00:03:31: Dann nimmst du das erst mal als Kind ja als die eine Wahrheit an.
00:03:35: Warum und zäh?
00:03:36: Genau!
00:03:36: Es ist die Wahrheit, die du hast... Und es muss schon echt was passieren.
00:03:41: Du musst dich dann hinterfragen, deine Verhalten hinterfragt oder auch mit Freunden, mit anderen sprechen ums zu checken.
00:03:48: Oh!
00:03:49: Das ist vielleicht gar nicht die Wahrheit, die Eine Wahrheit.
00:03:52: Und dieses stelle ich nicht so an.
00:03:55: Ja, das macht was mit dir.
00:03:59: Wie ich schon sage das im Endeffekt beginnt es als Kind Mit Kleinigkeiten wie du verletzt dich und Du weinst.
00:04:09: Das heißt jetzt stell ich nicht so an ist doch gar nichts passiert Ist doch gar nicht schlimm.
00:04:13: Das geht weiter mit, du hast einen Streit in der Familie.
00:04:17: Ja jetzt stelle dich nicht so an und ... Der Klüggerät geht nach und jetzt ist Ruhe.
00:04:22: Und das zieht sich bis ins Erwachsenenalter rein und ich hatte da... Meine letzte stelle ich nicht zur An-Situation im Endeffekt im Arbeitskontext weil es immer hieß ja Ich bin zu emotional!
00:04:38: Ich nehme Sachen zu persönlich Und deswegen stelle ich nichts an.
00:04:46: Vielleicht wurde das nicht wortwörtlich so gesagt, aber dieses Gefühl wurde deutlich vermittelt und es war weder als kinderschönes Gefühl noch als Erwachsener so etwas vermittelt zu bekommen.
00:04:58: So wie ich vorher schon sagte, das Gefühl mit mir stimmt ja irgendwas nicht wenn ich mich offensichtlich so anstelle und alle anderen nehmen das hin.
00:05:08: Das ist ein Gefühl Du bekommst und du versuchst es dann zu unterdrücken, dein eigentliches Gefühl.
00:05:15: Das Versuchst du wegzuschieben!
00:05:17: Und das Problem meiner Meinung nach ist – also ich kann nur für mich sprechen – jedes Gefühl oder alles was du nicht ausdrücken darfst oder sollst, das verschwindet ja nicht einfach.
00:05:30: Du fühlst es ja einfach weil du's fühlste und nicht weil du es vielen möchtest.
00:05:36: Das kommt irgendwann auf andere Weg zurück.
00:05:38: Ob das mit körperlichen Schmerzen ist oder eben mit psychischen Problemen, wie jetzt bei mir... Ich würde es nicht sagen, dass hat jetzt das Burnout verursacht und Gottes Willnis waren ganz viele verschiedene Aspekte aber für die psychische Gesundheit ist es sicherlich nicht förderlich diese Gefühle immer wegzudrücken.
00:05:56: Aber die Gesellschaft verlangts teilweise mit, stell dich nicht so an
00:05:59: Ja Und ich hab da auch gerade mal überlegt halt das aus.
00:06:08: Also halt dieses Thema aus, egal ob es dich irgendwie glücklich macht oder nicht und allein wenn du schon hörst stelle ich es so an dann fühlt sich erstmal komisch erst mal schlecht erst einmal zu viel wie du gerade schon gemeint hattest Und dann hältst du das so aus?
00:06:23: Dann denkst du dir ja okay genau links und rechts die halten das auch alle aus und dann nimmst du dass so auch findet in der Normalität an.
00:06:31: Dann sagst du ok offensichtlich ist vielleicht die Arbeit genauso.
00:06:35: Da musst du das aushalten oder... Die Schule, die ist so!
00:06:39: Die musst du halt so aushalten.
00:06:41: Oder eine Situation muss ja nur in Anführungszeichen eine Zwischenmenschige sein mit einer Person wo du vielleicht gelernt hast okay dir geht jetzt so und so mit mir um und dann sagst du für dich selbst ah ok das muss ich auch aushaltend stelle ich nicht an.
00:06:55: und dann befindest du dich im blitzenden Fall in verschiedensten Situationen in deinem Leben und überall hältst du es aus
00:07:02: weil du
00:07:02: es so gelernt hast Alles einfach nur noch runter.
00:07:06: Und ich glaube auch, dass deswegen ganz viele Personen mit sich umgehen lassen wie sie mit sich Umgehen lassen und Ich habe auch viele Jahre Mit mir umgehen Lassen und macht bestimmt teilweise heute immer noch so weil nicht jeder Glaubenssatz aufgelöst wird Nur Weil du ihn kennst und weil die manche personen auch Einfach so wichtig sind um Sachen einfach hinzunehmen und auszuhalten.
00:07:30: aber das ist definitiv ein Problem.
00:07:35: Ja, ich finde das stelle dich nicht so an.
00:07:39: Hat ja auch ein bisschen noch dazu mit sei stark zu tun.
00:07:44: Wenn ihr darüber nachdenkt dann ist es ja gleichzeitig so.
00:07:46: du drückst das Gefühl runter und hältst aber eine Maske aufrecht Und die Maske sind oft diese starke Maske, diese Fassade von.
00:07:54: oh!
00:07:55: Ich kann das, ich mach dass, ich tue das... ich krieg das alles hin.
00:08:00: Innerlich schaut es aber ganz anders aus.
00:08:02: Und diese Diskrepanz zwischen dem, was ich noch außen zeige und was ich quasi innen fühle das clasht irgendwann.
00:08:09: Das mache ich so unglücklich.
00:08:11: dann wirst du irgendwann leer und im schlimmsten Fall spürst du dich einfach nicht mehr weil du das immer runter drückst und runterschluckst.
00:08:18: Es gibt ja nicht umsonst diese Ausdrücke.
00:08:20: auch Du schluckst das runter Ja du schluchst Gefühler runter.
00:08:25: Da muss man sich wirklich fragen okay warum Ich, das aushalten.
00:08:31: Warum darf ich mich nicht so anstellen?
00:08:34: Und was heißt denn dieses... Du darfst dir diese Anstellung
00:08:37: an... Weil du unbequem bist!
00:08:38: Wenn du dich quasi offensichtlich jetzt einfach mal also dieses Sprichwort aufgebettröselt, du stellst dich an weil dir das jetzt einfach nicht passt oder weil du dich ungerecht behandelt fühlst Oder weil du einfach diese Situation gerade nicht aushalten kannst oder willst dann bist du un bequem für die Masse.
00:08:57: und das ist das Problem.
00:09:00: Wir dürfen nicht umbequem sein.
00:09:02: Es muss alles Mainstream laufen, der Fischschwarm läuft in eine Richtung und wenn einer in die falsche Richtung geht oder nur ein bisschen ausbricht dann ist er unbequeme.
00:09:11: Somit stellt er sich an und ist für die Masse nicht brauchbar.
00:09:16: Auf jeden Fall!
00:09:16: Und es ist natürlich auch jemand der auffällt und anders ist wie andere und dadurch ja ist er vielleicht auch ja nicht unbedingt jemand der sozial ... ein Anführungszeichen FAKE ist, der halt quasi nicht in das Gefüge reinpasst,... ... weil die Gesellschaft funktioniert natürlich... ...insofern ganz gut wenn jeder so den Schema F folgt.
00:09:39: Ich glaube es ist genau das was das bei stelle ich nicht so an hochkommt.
00:09:44: Dieses
00:09:45: Du
00:09:46: wie du schon meintest bist einfach anders.
00:09:49: Du stellst dich quasi bissel an den Rand und natürlich fällt's dadurch auf.
00:09:55: Du bist nicht mehr in der Gesellschaft.
00:09:57: dieses Was ja ganz klar ist, die Gesellschaft funktioniert.
00:10:01: Weil wir uns nach gewissen Normen, nach gewissem Regeln verhalten.
00:10:05: und wenn du das aber nicht machst... ...wenn du vielleicht auch dich anders verhältst wie andere Menschen es gewohnt sind Wenn du mehr auf dich schaust, wenn du vielleicht nochmal sagst okay ich stelle mich jetzt an erster Stelle Das kann für andere Personen vielleicht irgendwie Eitel wirken oder vielleicht drüber, oder du vielleicht irgendwie eine Gisteweise arrogant.
00:10:28: Aber mit dem hat das ja gar nichts zu tun.
00:10:30: aber das ist halt leider etwas was Gesellschaft natürlich ein Stück weit nochmal ja anstrebt dass man so ganzheitlich funktioniert und einer der aus der Masse rausfällt dann sind erst mal alle Augen auf diese Person weil sie auch nur gefühlt so isst.
00:10:46: Und dann bist du einfach nicht dieser Nullacht Fünfzehn Persönlichkeit und vor allem steht es zu dir und seinen Gefühlen.
00:10:55: Und ich glaube, da ist einfach so viel Wert drin wenn man wirklich mal sich selber anschaut okay?
00:11:02: Darf mich doch anstellen, ich darf anders sein.
00:11:04: Ja
00:11:05: vor allem wir reden hier ja nicht von.
00:11:07: Ich werde ein Revolution sage ich gehe gegen alles vor.
00:11:10: es geht ja nur darum alle Bedürfnisse bisschen abzudecken.
00:11:14: Es soll ja nicht einer eine Mimose sein der den ganzen Tag nur rum holt weil ihm Der Tee zu heiß ist auf gut Deutsch.
00:11:20: Dann lass ihn abkühlen Hier...ja da braucht man nicht drüber reden Aber wir reden halt wirklich von größeren Sachen.
00:11:27: Bei mir war's mal Ich wurde einfach in einem anderes Beruf ersetzt Und dieses Büro war gar kein Büro, das war auf jeden Fall kein Bürog.
00:11:38: Und ja ich habe mich angestellt!
00:11:39: Ich wurde nicht informiert, ich wurde dann informiert als mein Schreibtisch schon eingerichtet, als mein Laptop rübergebracht wurde und als mein Monitor angeschlossen wurde, da hieß es ab heute bist du hier.
00:11:49: Ja, ich fand das scheiße... ...und ja, ich hab mich anggestellt.
00:11:53: Ich habe gesagt, ich möchte das nicht, warum?
00:11:56: Weil das jetzt so ist.
00:11:57: Jetzt stelle dich nicht an, du bist so emotional bla bla bla.
00:12:02: Es wäre ja so einfach zu vermeiden gewesen.
00:12:06: Sprich halt einfach mit den Leuten Kommunikation und das ist egal im Arbeitskontext, ob in privaten Kontext, egal wo.
00:12:12: Einfach Kommunikations- und jeder darf irgendwo sein Bedürfnis sagen und dann kann man sich ja erklären warum vielleicht manche Sachen auch genauso gemacht werden müssen weil vielleicht ist halt einfach sonst kein Platz mehr für mich irgendwo.
00:12:23: aber es ist nichts Persönliches bla bla bla Reden!
00:12:26: Einfach kommunikation.
00:12:27: Das sind so viele Sachen einfach der Schlüssel dass jeder in ein bisschen seinem Bedürfnis auch mal kund tun darf, ohne dass er gleich unbequem wirkt.
00:12:38: Aber im Endeffekt fängt das doch schon wie man vorher gesagt hat mit einer Kindheit.
00:12:40: dann kennst du noch den Spruch hast bestimmt schonmal gehört.
00:12:43: vor allem glaube ich Jungs haben den nämlich öfter gehört.
00:12:46: jetzt hör auf zu weinen.
00:12:47: Indiana kennen keinen Schmerz.
00:12:50: Das ist glaube ich ein Satz der wahrscheinlich die Vorbildgeneration aber meine Generation voll für ihn noch geprägt hat.
00:12:58: Ich glaub ... weinerlich sein oder seine Gefühle zu zeigen.
00:13:01: Das war einfach als Kind nicht so das Ding und ich bin da schon immer angeeckt, das merke ich schon wenn ich darüber nachdenke... Ich war ein kind des Emotionen gezeigt, dass ich oft geweint habe aber auch viel rumgesprungen hab gelacht, irgendwelchen Mist gemacht und war glaube ich oft ja wahrscheinlich alles.
00:13:20: also alle Emotonen dürften Raum haben.
00:13:22: und dadurch bin ich schon lange aufgefallen weil weil ich da einfach so war wie ich bin Und gleichzeitig weiß ich aber schon noch ganz gut, dass sich zum Beispiel das Fußballspiel aufgehört hat.
00:13:36: Weil es mir einfach keinen Spaß gemacht hat und ich da auch immer das gehört habe.
00:13:39: Ich hatte eine Poll- und Gräserallergie und hab die immer noch.
00:13:42: Und ich stand auf diesem Fußballfeld.
00:13:43: Ich habe mich ein Jahr gequält, Fußball zu spielen weil ich dachte... Das muss so sein!
00:13:49: Mein Bruder hat Fußball gespielt.
00:13:51: Jungs
00:13:52: machen das halt so?
00:13:53: Ich hab mich mit den Tränen null verstanden, ich habe mich mit ein paar Kindern verstanden.
00:13:56: Aber mit den meisten eigentlich auch nicht so und ich stand dann da und hab geweimt wirklich Rotzenwasser geheult auf diesem Fußballplatz Und ich dachte mir... ...ich kann nicht Fußball spielen!
00:14:08: Ich hatte erst mal von meiner Bollenallergie bis ich dann nochmal mein Gehör verschafft habe.
00:14:14: Da musste ich wirklich emotional voll ausbrechen dass man jemand gesehen hat okay Der will das wirklich nicht mehr.
00:14:21: und da mache ich gar keinen Vorwurf meiner Mutter, meinem Vater, gar keinen.
00:14:26: Aber es zeigt irgendwie... Ja, ich war halt anders.
00:14:29: Ich habe dann einfach Fußballspiel aufgehört.
00:14:31: die Mannschaft hat ewig weiter noch bestanden.
00:14:33: Ich weiß nicht ob andere Kinder aufgehörten aber ich war auf alle Fälle zu dem Zeitpunkt der Einzige, der aufgehörte hat und der einfach mal geweint hat auf diesem Fußballfeld weil ich mit dem Trainer mit der Situation.
00:14:46: Nicht klarkommen und es war einfach nicht mein Umfeld!
00:14:48: Und ich war nie unsportlich, ich habe mir in einem anderen Sport gesucht, der viel besser zu mir gepasst hat... ...und dann hatte ich komisch auch solche Ausbücher nicht mehr.
00:14:58: Ja, war ja jetzt offensichtlich halt dann auch kein Problem.
00:15:00: aber trotzdem warum muss man erst so ausbrechen?
00:15:05: Jetzt stellt ihr vor du würdest das heute so machen also du wärst definitiv vermutlich eben zuviel und es würde wirklich heißen oh stellt sich der an
00:15:14: Und ich frage mich tatsächlich auch gerade, warum das so ein Thema ist.
00:15:17: Also warum es so ein Problem ist wenn jemand quasi seine Emotionen zeigt?
00:15:22: Weil wenn ich mich anstelle dann sage ich ja meine Bedürfnisse und die können vielleicht unbequem sein aber können vielleicht auch emotional sein weil es mir zu viel ist, weil es vielleicht um bequem wie für andere Personen.
00:15:34: und dann frage ich mich schon Warum ist das so eine Thema?
00:15:37: Ich glaube
00:15:38: dass man das schon einfach beantworten kann Wenn du deine Emotionen zeigst, muss ich ja wissen wie ich dann mit dir umgehen kann.
00:15:45: Wenn du weinst wenn du sauer bist Wie gehe ich dann?
00:15:48: Mit dir um?
00:15:49: jetzt einfach mal so Es gibt ja diese lustigen means So wenn wenn jemand weint Und dann verstehe ich sogar und genauso ist es.
00:16:00: aber das ist eigentlich nicht lustig weil wir alle nie gelernt haben mit emotionen Umzugehen.
00:16:07: die einzige emotion hier so gern gesehen ist, es vielleicht noch lachen.
00:16:12: Alles andere ist nicht gerne gesehen weil alles andere unbequem ist.
00:16:15: ich muss wissen wenn du wütend bist wie gehe ich mit dir um?
00:16:17: Wenn ich emotional bin wie geh' ich mit ihr um?
00:16:20: Ich müsste ein Gespräch mit dir suchen.
00:16:23: Ja da haben aber die Leute keine Lust drauf und wir haben das alle nie gelernt Und ich glaube so wir sind jetzt eben diese Generation die das erst mal hinterfragt die das aufbricht, eben wie du schon sagst.
00:16:33: Du möchtest da auch gar keiner vor Generationen großen Vorwurf machen weil man muss halt auch sagen wir jetzt bei deinen Großeltern die haben noch ganz andere körperliche Arbeit teilweise einfach leisten müssen wie es heute ist und die Generation vor uns die haben das dann einfach übernommen auch und wir haben halt jetzt auch den Luxus dass es um so gut geht.
00:16:53: im Endeffekt Wir müssten nicht mehr ums Essen kämpfen usw.
00:16:56: zumindest die meisten.
00:16:59: Wir haben Zeit, dass wir uns über so was Gedanken machen und darum sind wir vielleicht auch die ersten, die das für unsere Kinder und für die nächste Generation ändern.
00:17:09: Dass es einfach viel normaler wird, also dass es einfach normaler ist seine Bedürfnisse auszusprechen, dass man einfach sagt okay ja und jetzt stelle ich mich mal an und vielleicht verschmiede sie, das hat's hoffentlich irgendwann komplett und ich glaube es ist so so wichtig, dass Man anfängt auf sich selbst zu hören auf seine bedürfnisse.
00:17:28: Ich hab das gelernet, stell dich so an.
00:17:32: Aber jetzt nehm ich mich mal in erster Stelle.
00:17:35: Jetzt sag' ich einfach mal was ich mir denke und was ich für Bedürfnisse hab'.
00:17:39: Das kann im Kleinen sein!
00:17:40: Das kann mit Freunden sein... ...das kann aber auch mit der Familie sein.
00:17:42: Weil ich sage hey ja wir haben es jahrelang so gemacht und wir haben uns vielleicht immer zum Tag X getroffen dieses Fest immer gemeinsam so miteinander gefeiert.
00:17:51: Aber eigentlich hätte ich's ganz gerne einmal anders.
00:17:55: Ja das ist ja auch... Ganz
00:17:56: sowas kleines
00:17:57: Und das sollte auch so möglich sein.
00:18:00: Ich kann da jetzt auch ein kleines Beispiel mit meiner Tochter sagen.
00:18:03: und weiß Gott, ich bin definitiv nicht perfekt und ich habe auch noch Situationen oder hab bestimmt auch schon was zu meinen Kindern gesagt, was die irgendwann aufarbeiten müssen.
00:18:12: aber wir haben vor kurzem erst eine Situation gehabt wo meine Tochter sehr emotional wurde und wo sie mich auch angeschrien hat und wo sich mir Sachen vorgeworfen hat Auch Sachen, wo ich weiß das ist definitiv nichts so.
00:18:24: Und sagen wir es mal so Vor ein paar Jahren hätte ich zurückgeschrien.
00:18:28: Ich bin mir auch sicher, die Generation vor uns hätte zurückgeschrien.
00:18:32: Wenn es nur beim Schreien teilweise geblieben wäre vermutlich sogar und ich habe das aber bewusst nicht gemacht.
00:18:39: Ich hab dreimal tief durchgearbeitet und habe sie einfach ihre Emotion rauslassen.
00:18:43: also ich durfte sie raus lassen die Emotionen, sie dürfte mal schreien und ich hab sie mir dann einfach so eine halbe Stunde später gepackt hat mich mit ihr hingesetzt Ein Ruhe versucht mir, die zu reden.
00:18:56: Erst war sie dann wieder sehr aufbrausend und dann hab ich gesagt okay wir reden jetzt aber in Ruhe Ich höre dir zu und du darfst mir sagen was dich stört.
00:19:04: Aber ich möchte auch etwas dazu sagen dürfen.
00:19:06: Und sie hat erzählt und ich habe darauf geantwortet und so wurde die Situation immer ruhiger und ich hab ihr zugehört und ich habt dann aber auch Ganz deutlich gesagt Du musst früher kommen Wenn dich etwas stört, wenn ich etwas bedrückt, komm einfach.
00:19:20: Du darfst mit mir reden!
00:19:21: Du brauchst keine Angst vor mir haben und nur weil ich erwachsen bin habe ich weder immer recht noch musst du mich fürchten.
00:19:28: sprich mit mir bevor diese Emotionsball aus dir rausbricht.
00:19:34: Und ich glaube das war ganz wichtig für sie und das ist auch das was ich meinen Kindern mitgeben möchte.
00:19:39: Sie dürfen immer mit mir reden.
00:19:41: natürlich kann es auch sein dass ich mal nicht so begeistert bin aber Ich werde ihnen prinzipiell immer zuhören und werde versuchen, ihre Probleme ernst zu nehmen.
00:19:49: Auch wenn sie für mich vielleicht in dem Moment kein Problem darstellen.
00:19:52: Weil ich das nicht weitergeben
00:19:53: möchte.".
00:19:54: Und ich glaube es ist so wichtig... also ich glaube ein gutes Beispiel dafür zum einen glaube ich kindermal zu erklären was eigentlich manche Gefühle sind und warum die jetzt gerade da sind und dass die Erfolg raus dürfen.
00:20:05: Ich glaube das ist so richtig!
00:20:07: Und andererseits genau dieses hey ich bin jetzt grade in dieser Emotion Und wenn ich die rauslasse, dann ist das volles Learning auch für das Kind.
00:20:19: Hey wie gehe ich mit dem um und es passiert mir nicht schlecht, dass wenn ich diese Emotion rauslasse... ...und ich kann mich selber regulieren!
00:20:27: Ich kann, auch wenn ich wütend war, mich selber irgendwann wieder regulieren und dann hören wir Menschen zu und ich bin nicht zu viel weil das muss man auch überlegen.
00:20:36: durch so Sätze wie stelle ich dich an halte ich mich zurück Und wenn ich etwas rauslasse und andere nicht mit umgehen können, dann ist es vielleicht auch ein was man hört.
00:20:48: Hey du bist mir gerade zu viel oder ich kann dich grad nicht halten oder ich kannst dir grad nicht mit dir echt umgehen?
00:20:54: Und dann hält man sich immer zurück und hält sich immer klein, hält sich seine Emotionen zurück, was man wirklich denkt und ist dann vielleicht auch irgendwann so ein verängstiges Kind oder einfach ein schüchterner Mensch.
00:21:05: und ganz ehrlich jede... Edelbedürfnisse dürfen noch gesagt werden, natürlich mit Maß und Ziel.
00:21:12: Und auch entsprechend auch mit... Ja, schon noch eine
00:21:15: sozialen Kompetenz?
00:21:16: Genau!
00:21:17: Das
00:21:17: ist ganz klar.
00:21:19: Und man muss auch Kompromisse schließen.
00:21:20: Es ist ja alles nicht das was wir nicht möchten.
00:21:23: aber es soll sich keiner verpflichtet fühlen etwas zu tun mit dem er sich absolut nicht wohl
00:21:29: fühlt.
00:21:31: Aber jetzt wenn mir auch mal ehrlich sind wie du gerade schön gesagt hast Man isst jemandem zu viel Ja, warum juckt mich das dann überhaupt?
00:21:39: Okay.
00:21:39: Im Arbeitskontext.
00:21:40: Ich kann vielleicht nicht entscheiden ob ich meine Arbeitskollegin zu viel bin, ob ich meinem Arbeitskullegen zuviel bin oder meiner Chef- oder meine Chefezufühl bin... Das kann ich nicht entscheiden.
00:21:49: und da muss sich vielleicht auch durch und so.
00:21:50: ja okay, dann ist es halt jetzt so!
00:21:51: Ich bin ihm zu viel.
00:21:52: er musst du mir klarkommen und ich auch gut.
00:21:56: im privaten wenn ich jemanden dauerhaft zu viel müssen wir getrennte Wege gehen.
00:22:01: Warum tun wir uns das beide dann an?
00:22:03: Ich möchte mich nicht mehr verstellen, ich möchte niemanden mehr sein der ich eigentlich nicht bin und ich möchte nichts Sachen machen die ich nicht machen möchte.
00:22:12: und wenn ich dir zu viel bin dann tust du dir doch selbst auch nichts Gutes.
00:22:14: also dann gehen wir halt getrennete Wege!
00:22:16: Ich muss doch mir keine meine Zeit verbringen der sich mit mir umwohlfüllt und ich mich mit ihm.
00:22:21: warum sollte ich das tun?
00:22:23: und nur weil ich mit jemandem eine Vergangenheit geteilt habe muss ich mit dem nicht meine Zukunft teilen.
00:22:27: Und dass ist was dürfen wir auch verinnerlichen.
00:22:29: Ich sehe jetzt mal eine Entscheidung.
00:22:31: Jedes Beziehung, jedes Thema, jede Arbeit... Alles was man in seinem Leben hat ist jeden Tag eigentlich eine neue Entscheidung.
00:22:40: Wir vergessen das manchmal und denken wir halt müssen dann etwas festhalten weil es ja so eine Gewohnheit, die gewohnte Situation ist.
00:22:46: Und die Gewohntheit... Ja da ist natürlich auch so eine gewisse Komfortzone in dem wir uns dann bewegen.
00:22:51: Aber die können wir jeden tag neu hinterfragen.
00:22:55: Da wollte ich noch was ergänzen, was du gerade gesagt hast So so wichtig, wenn eine Person nicht mit dem klar kommt wie du selbst... Wie du bist.
00:23:05: Bin anderer ist Dann hat das viel mehr mit der Person selbst zu tun weil sie die Emotion halten kann.
00:23:13: Beispiel Du kannst jetzt mit Wut nicht umgehen von anderen Menschen und dann Reagierst du vielleicht auch mit Gegenwut?
00:23:22: Du reagierst Mit Zurückhaltung du sagst gar nichts mehr.
00:23:27: Das hat ja viel mehr mit dir zu tun, weil du mit dieser Emotion Wut nicht klar kommst.
00:23:32: Heißt das dann vielleicht als Hypothese?
00:23:35: Okay, du lässt selber deine Wut nie raus.
00:23:38: oder du hast vielleicht Erfahrungen gemacht mit anderen Menschen die wirklich dann wo dann Wut zu was ganz ganz schlimmen geworden ist eine schlimme Erfahrung für dich geworden ist Ja aber es hat ja mit der Person Die in dem Moment jetzt gerade wütend ist und das muss er nicht gleich sein.
00:23:52: ich schmeiß ihn etwas durch die Gegens und einfach mal ein.
00:23:55: hey Jetzt zeige ich mal direkt, was ich meine.
00:23:59: Hinter Wut steckt oft auch eine Klarheit.
00:24:01: Bis ihm nachdenkt ... Wut hat ja auch so eine Kraft, die unglaublich hilft seine Bedürfnisse auszusprechen.
00:24:10: Ich stelle mir das ein bisschen vor wie einen
00:24:12: Kessel.
00:24:13: Wenn man die Kontrolle loslässt
00:24:14: in der Wut?
00:24:15: Genau.
00:24:16: Und man ist so ein Kessel und in dem Kessel ist Wasser, da hat man quasi die ganze Zeit immer seine Bedürfnisse runtergedrückt und eigentlich ist die Flamme schon richtig lang an und der Deckel, der ist so oben drauf und der vibriert schon die ganzezeit und dann stritt schon Wasser auf und dann kommt ein Ding und zack explodiert das Ganze und der Deckel schießt quasi entsprechend hoch!
00:24:37: Das kann passieren.
00:24:39: aber wie du vorher schon meintest wenn man vorher schon schaut okay hey Ich kann den Deckel vorher schon mal aufmachen, ich kann diese heiße Luft quasi entlassen ein Stück weit.
00:24:48: Dann ist schon mal ganz viel gewonnen.
00:24:51: und um einmal an mein Beispiel zurückzukommen ja dann musst du vielleicht an dir arbeiten und sagen okay warum habe ich denn mit dem Thema Wut so'n Problem?
00:25:00: Das kann das gleiche ja mit Traurigkeit sein!
00:25:01: Warum kann ich Menschen nicht weinen sehen?
00:25:04: Warum kann man vielleicht Menschen nicht irgendwie erfolgreich sehen oder... extravertiert sehen?
00:25:12: Ja, nein.
00:25:12: Das ist ja genau so ein Thema.
00:25:15: Also warum kann ich mit der Emotion umgehen?
00:25:17: und dann frage ich mich schon hat das mit mir selber zu tun?
00:25:21: muss ich mir eigentlich dass man anschauen warum für mich diese Emotionen irgendwie ein thema darstellt?
00:25:27: aber
00:25:27: ich glaube auch weil eben wir auch teilweise in der kindheit oder vor allem die vorgenerationen noch.
00:25:33: also ich finde Ich weiß jetzt, ich kann natürlich auch nicht für jede Kindheit sprechen.
00:25:36: In meiner Kindheit durfte sich schon mal weinen.
00:25:38: Also um Gottes Willen!
00:25:39: Ich hatte an sich eine sehr behütete und schöne Kindheit aber das hat es sicher nicht jeder Und die Vorgenerationen hatten das vermutlich noch weniger.
00:25:48: Wann hätten sie denn gelernt mit drinnen umzugehen?
00:25:51: Also wann hätten die mit gelernt mit diesem Thema vielleicht noch eher Mit Ruder oder dann vielleicht oft mit schlechten Erfahrungen?
00:25:56: Die haben halt nicht gelernt mit diesen Gefühlen umzugehnen.
00:25:59: Wir sind so...die ist halt jetzt lernen und vielleicht von der Vorgeneration ein paar auch.
00:26:03: Aber das war halt davor nie groß Thema.
00:26:07: Ja, ich glaube wir lernen gerade gemeinschaftlich in der Gesellschaft ja dass man mehr auf sich selber schauen darf.
00:26:15: Dass man seine Gefühle einfach wirklich trauen darf und die den Raum geben lassen darf.
00:26:21: Aber
00:26:22: da gibt es für mich schon auch noch die Dinge... Wir dürfen aber auch nicht so egoistisch werden.
00:26:26: also es muss sich immer noch vertragen als im Endeffekt diese Sozialkompetenz und auch das soziale Wohlbefinden und die eigenen Bedürfnisse, dass man die irgendwie so gegeneinander aufwiegt.
00:26:36: Also das muss schon noch irgendwo miteinander harmonieren weil wenn jeder nur noch seine eigene Bedürfe ist natürlich Hofschraub dann kommen wir auch nirgends mehr gemeinschaftlich an.
00:26:45: aber eben wie wir vorher schon gesagt haben einfach immer schön gegeneineinander aufwiegen und irgendwo Kompromisse finden sich für alle gut anfühlen.
00:26:52: Das ist eigentlich der Key.
00:26:54: anderen zuhören Und das sind wir wieder beim Thema Kommunikation Hör doch anderen einfach zur welche Bedürfeneste sie haben Was ist davon zu verwirklichen?
00:27:01: Wo kommen wir auf einen Nenner?
00:27:02: Und dann fühlt sich vielleicht nicht jeder hundert Prozent wohl, aber finde ich zumindest mit achtzig Prozent.
00:27:07: Dann ist doch definitiv was gewonnen aus wie man einer bei Hundertzehn Prozent ist und der andere irgendwo bei zwanzig.
00:27:13: Ja!
00:27:14: Und ich glaube auch das diese ... ist ein bisschen die Diskussionskultur zu haben und sagen okay ja, Diskussion ist nichts negative.
00:27:21: Diskussion is erst mal einen Austausch von zwei Meinungen.
00:27:25: Die Emotionen dahinter steckt oder die dann reingebracht wird kann Diskussionen hochkochen lassen.
00:27:30: Aber eigentlich ist es erstmal was Neutrales.
00:27:33: Es sollte erst etwas Neutriles sein, wenn man sachlich sagt okay das ist mir wichtig und die anderen sagen okay das is mir wichtig.
00:27:40: Und dann ist es vielleicht manchmal ein Kompromiss, vielleicht ist es aber keine neue Lösung als ein Konsens.
00:27:44: noch mal was viel viel besseres sein an das Beidegange gedacht haben.
00:27:48: Das kommt nur raus weil sie ihre Bedürfnisse beide angesprochen haben und ich glaube da ist ganz ganz viel auch in Richtung um vielleicht nochmal einen Schlenker aufzumachen Richtung ja Burnout Richtung Erschöpfung auch ein Riesenthema.
00:28:03: Wenn ich meine Bedürfnisse nicht äußere, wenn ich meine Erschüpfung, meine Kraftlosigkeit, mein Hate das geht mir irgendwie gegen meinen eigenen Werte.
00:28:15: Das ist gegen das was mir wichtig ist.
00:28:17: oder so wie ich zwischenmenschliche Beziehungen verstehe.
00:28:20: So wie ich mir einen Arbeitskontext vorstelle.
00:28:22: Also wie ich mich vielleicht auch Eltern-Kinderbeziehungen und Partnerschaftlichen Beziehungsvorstellungen vorstellt.
00:28:26: Wenn Ich das nicht kognizieren kann dann geht es immer mehr gegen meine eigenen Werte, gegen meinen eigenen Vorstellungen und das erschöpft...
00:28:38: Das erschöpt.
00:28:39: ...das erschöppt ungemein!
00:28:40: Und dann findet man sich irgendwann wenn man aufwacht an einem Tag in einem Leben wie der Moment okay irgendwie lebe ich einfach nur noch ein Leben indem ich komplett angepasst bin und wenige Dinge wirklich so sind wie es mir eigentlich vom Herzen her wünsche und was eigentlich meine Bedürfnisse sind.
00:29:00: Und das ist doch ehrlicherweise das Schlimmste, was ich mir so vorstellen kann wenn man aufwacht in so einer Situation und merkt, boah!
00:29:08: Ich muss erstmal Blöcksortabel Raser machen und erst mal schauen wie komme ich wieder da hin?
00:29:13: Und ich glaube, da kommt auch so oft diese Lehre hier.
00:29:16: Diese es nicht mehr bei sich sein weil man anständig bei Bedürftnissen der anderen ist.
00:29:22: ... da dagegen anzukämpfen.
00:29:25: Es ist ja ein ständiges ... ... gegen die eigenen Bedürfnisse ankämpfen, ... ... es ist ja klar dass das Energie ohne Ende kostet und plötzlich ... ... steht man da oder liegt man da?
00:29:35: Merkt du?
00:29:36: Ja, umso mehr man diese Erschöpfung fühlt ... ... umso schwerer wird es zu sich selber zu stehen.
00:29:43: Das kostet nämlich auch Kraft... ... sich gegen andere aufzulehnen.
00:29:48: Ist ein hoher Begriff.
00:29:49: aber einfach zu sich und zu seiner Meinung zu stehen ... stelle dich nicht so an, nicht einfach hinzunehmen.
00:30:00: Das kostet Kraft!
00:30:01: Man muss sich ja immer auflehnen man muss ja immer irgendwie diskutieren, man muss immer sich rechtfertigen und das kostet extrem viel Kraft und es musst du erst mal können.
00:30:11: Und wie gesagt umso mehr du schon in die Richtung Burnout-Depression was weiß ich gehst, glaube ich, umso schwerer wird's.
00:30:19: Ja Du brauchst halt dabei und da bin ich voll über dir eine gewisse Möglichkeit offen und neutral auch mit anderen umgehen zu können.
00:30:31: Also ich muss einfach ganz klar sagen, dass dieses stelle ich nicht so an etwas ist.
00:30:38: hey du darfst eigentlich mal zuhören wie du vorher schon meintest musst einmal nur zuhren was der andere braucht sei bei der anderen Person.
00:30:46: Du musst jetzt in dem Fall gar nicht deine Bedürfnisse äußern.
00:30:49: In dem fall wenn du hörst oder wenn du Merkst du, das ist der andere Person gerade wichtig?
00:30:53: Dann fragt doch einfach genauer nach und frag einfach dreimal die Frage warum.
00:30:58: Das sollte man sich glaube ich echt mal merken.
00:31:00: umso öfter man fragt sich dich selber aber auch anderen Menschen die Frage stellt warum.
00:31:04: Warum ist es gerade so wichtig?
00:31:05: Da hat er jetzt gerade eine Emotion da ist okay warum ist denn diese Emotionen da?
00:31:09: Und dann kommst du auf den Kern warum es dir eigentlich so wichtig ist.
00:31:12: und dann ist dieses stelle ich mir an gar nicht mehr da weil man einfach mal die andere person verstanden hat weil ich glaub dass schlimmste was man wirklich tun kann seine eigenen Gedanken, wie man die Welt sieht.
00:31:27: Seine eigene Realität auf andere zu übermünzen und zu überstöten.
00:31:31: Das funktioniert nicht weil ich habe andere Forderungen gemacht als du gemacht hast.
00:31:34: Und wenn ich jetzt sage okay das ist meine Wahrheit, das ist meiner Realität, das werde ich deine.
00:31:39: Weil meine Gedanken werden eine andere ist.
00:31:40: Das stelle ich mir immer so ein bisschen vor wie so ein Instagram.
00:31:44: Algorithmus.
00:31:44: Mein Algorithm zeigt was ganz anderes an, weil ich ganz andere
00:31:48: Eindrücke habe, ganze
00:31:50: Welt hab und mir auch vielleicht andere Sachen Wichtiges sind als vielleicht dir oder anderen Personen.
00:31:56: und genauso hat man auch Filter über seinem eigenen Blickfeld mit dem man weiß durch die Welt geht.
00:32:03: und wenn man bei wirklich aktiv zuhört dann stelle ich meinen Blick fällt einfach mal aus.
00:32:09: Meine, es ist jetzt gerade egal was ich denke sondern ich will jetzt die mal aktiv zuhören und verstehen was das Problem ist.
00:32:15: Ja, das ist halt auch Sozialkompetenz.
00:32:17: Absolut!
00:32:17: Mir ist
00:32:17: es halt wichtig auch etwas mit dir, mir ist es auch wichtig was mit mir ist aber mir ist auch wichtig etwas mit diches Und deswegen müssen wir irgendwie versuchen auf einen Enner zu kommen.
00:32:25: Was lernen wir aus der Geschichte?
00:32:27: Wir sagen nicht mehr Steady nicht so a.
00:32:29: Ja Sagenfragen Warum?
00:32:33: Warum?
00:32:34: Drei Mal.
00:32:35: Ich glaube, hiermit geben wir der Folge mit diesem Denkanstoß einfach so ein Ende und hoffen ihr habt es nicht zu oft gehört.
00:32:47: Und lasst euch das in Zukunft auch nicht mehr so aufgefallen!
00:32:51: Ja und stelle ich selber auch ganz gerne mal die dreimal.
00:32:55: warum Frage?
00:32:56: Genau und jetzt bis zum nächsten
00:32:59: Mal.
00:32:59: Macht's gut.
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